Verbindung Bad Wildungen - Wabern ab 2015 ungewiss

Resolution für Erhalt der Bahnstrecke

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Das Stadtparlament brachte eine Resolution zum Erhalt der Bahnstrecke Bad Wildungen – Wabern auf den Weg, deren Zukunft ab 2015 in den Sternen steht.

Bad Wildungen - Einstimmig brachte das Stadtparlament eine Resolution zum Erhalt der Bahnlinie Bad Wildungen - Wabern auf den Weg. Der Weiterbetrieb ab 2015 steht in den Sternen.

Bad Wildungen. Die Stadtverordnetenversammlung weist in der Resolution ausdrücklich auf die Bedeutung der Bahnver-bindung zwischen Bad Wildungen und Wabern für Kur und Tourismus, aber auch für die Bürgerschaft hin.

„Der Weiterbetrieb der Strecke ist ein wesentlicher Standortfaktor für viele Betriebe in unserer Stadt und der Region“, betonte Walter Mombrei (SPD). Im Nachgang zu einem Antrag der CDU-Fraktion zum Erhalt der Bahnstrecke in der Aprilsitzung legte er einen Resolutionsentwurf vor.

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und die Deutsche Bundesbahn werden darin aufgefordert, bei ihren Planungen die Belange der Stadt Bad Wildungen und ihres Umlands zu berücksichtigen und keine Stilllegungspläne zu verfolgen.

Gleichzeitig wird der Landkreis Waldeck-Frankenberg gebeten, die Stadt Bad Wildungen bei ihren Bemühungen zum Erhalt der Bahnstrecke politisch und - falls erforderlich - auch finanziell im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen.

Der Weiterbetrieb ab 2015 ist ungewiss. Die Kurhessenbahn (KHB) - eine Tochter der Deutschen Bahn - fährt auf der Strecke. Finanziert wird dies aber vom NVV. Er ist unter anderem zuständig für den Schienen-verkehr in ganz Nordhessen. Der Vertrag zwischen KHB und NVV läuft Ende 2015 aus.

NVV-Pressesprecherin Sabine Herms zeigte sich am Mittwoch gegenüber der WLZ zuversichtlich, dass der Weiterbetrieb der Strecke Bad Wildungen - Wabern zunächst bis Ende des Jahres 2017 gesichert ist. Derzeit arbeite der NVV an einer Vertragsverlängerung um zwei Jahre. Ab 1. Januar 2018 wird im Rahmen der angepeilten „Harmonisierung“ eine einheitliche Vertragslaufzeit für das gesamte Nordwest-Hessennetz angestrebt. Dazu gehören die Strecken Korbach - Kassel, Korbach - Frankenberg - Brilon - Marburg, Marburg - Erndtebrück und Bad Wildungen - Wabern.

Bahnreisende auf dem Weg von Süd- nach Nordhessen werden schon in Borken „abgefangen“ und mit dem Bus nach Bad Wildungen gefahren, kritisierte Renate Faber (CDU) in der Parlamentssitzung. „Das verfälscht die Statistik.“ Nach Angaben von Bürgermeister Volker Zimmermann ist dies eine „ganz normale ÖPNV-Li-nie - und die BKW fährt sie.“

Ohne Gegenstimme verab-schiedeten die Stadtverordneten die Resolution für den Erhalt der Bahnstrecke Wil-dungen - Wabern.

Kritisch fragte Klaus Stützle (Grüne) am Ende der Diskussion nach: „Was passiert eigentlich mit den ganzen Resolutionen?“ Zuletzt hatten die Stadtverordneten Protestschreiben gegen Massentierhaltung, zur Neuordnung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, zum möglichen Verkauf der Nassaui-schen Heimstätte/Wohnstadt und in Sachen Fracking zur Änderung des veralteten deutschen Bergrechts beschlossen. Stützle hofft in einer der nächsten Parlamentssitzungen auf Informationen, zu welchen Ergebnissen die verschiedenen Resolutionen geführt haben.

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