Am Ederstrande vor wald- und buschbekränzter Bergecke“ stand das Gebäude

Reste der Bericher Hütte aufgetaucht.

Überreste der Bericher Hütte sind aus dem Edersee-Atlantis aufgetaucht.

Edersee - Die Überreste der Bericher Hütte sind aus dem Edersee-Atlantis aufgetaucht. Sie stand nahe der Einmündung des Werbebaches in die Eder. 1909 heißt es in der von Victor Schultze herausgegebenen „Waldeckischen Landeskunde“:

„Am Ausgange des Werbetales zum Edertal rasten wir gern auf der Bericher Hütte, die uns fesselt durch ihre Lage am Ederstrande vor wald- und buschbekränzter Bergecke, um welche die Straßen sich biegen und vor der die schäumenden Wellen trotzig eine scharfe Kurve ziehen.

Rauchende Schlote der Hüttenwerke, stampfende Poch- und dröhnende Hammerwerke verkündeten dem Wanderer in früherer Zeit, daß in dem Werbetale wie im Orpegrunde Eisen gewonnen und verarbeitet wurde. Bald werden auch die letzten schönen Reste reger Betriebsamkeit verschwunden sein, wenn die Fluten des Ederstausees in dieses anmutige Tälchen hinaufsteigen.“

Nach dem Ende des Hüttenbetriebes führte dort von 1885 bis 1912 Wilhelm Lösekamm eine Gastwirtschaft. Die Bericher Hütte war Treffpunkt der Jugend aus Berich, Nieder-Werbe, Hemfurth und Bringhausen. Als die Planungen zum Bau der Edertalsperre einsetzten, wurde unterhalb des Wirtshauses ein maßstabgerechtes Modell der Sperrmauer errichtet.

Der Mühlengraben führte ausreichend Wasser, und Besucher sahen, wie der Wasserüberlauf der Sperrmauer demnächst funktionieren würde. Der höchste Punkt des Modells taucht erst bei einem Wasserstand von 31,50 Millionen Kubikmetern auf. Aktuell sind rund 54 Millionen Kubikmeter Wasser im See. (sj)

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