Bad Wildungen

„Rettung“ mit der Rutsche

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- Edersee (hsch). Die Feuerwehren aus Netze und Waldeck probten gemeinsam mit der DLRG den Ernstfall bei einer Rettungsübung an einem Steilhang am Edersee.

„Zwei Personen im Steilhang nahe Ederseeufer verletzt“, lautete der Funkspruch der Leitstelle Waldeck-Frankenberg für die gemeinsame Übung. Die Feuerwehren aus Netze und Waldeck sowie eine Bootsbesatzung des DLRG rückten am Dienstagabend zur Teufelsgraben-Bucht am Edersee aus. Im Bereich der „Rutsche“ in Richtung Sperrmauer sollten zwei Personen verunglückt sein, so das angenommene Szenario. Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter Uwe Schaumburg sorgte dafür, dass sein Sohn Tom sowie Günter Kreuzer als Statisten am felsigen, steilen Abhang auf Hilfe warteten.

Wegen eines angenommenen Herzinfarktes bei Günter Kreuzer und einem Beinbruch bei Tom Schaumburg entschieden sich die 25 Einsatzkräfte dafür, die „Verletzten“ nicht nach oben den steilen Felsen hinauf, sondern hinunter zur Uferkante des Edersees zu bergen. Zwei Feuerwehr-Sanitäter übernahmen die Erstversorgung der „Verletzten“ und bereiteten sie zusammen mit anderen Einsatzkräften auf den steilen Weg bergab vor. Sie fixierten die Verunglückten auf sogenannten Spine-Boards. Das sind Kunststoff-Tragen mit vielen Griffmöglichkeiten und mehrteiligen Gurtsätzen.

Hintereinander gereihte Leitern dienten als „Rutsche“, auf denen ein sicheres Hinablassen der Boards in einer sogenannten Schleifkorbtrage gewährleistet war. Mit Seilen befestigt, sei dies die sicherste Vorgehensweise für alle Beteiligten, erklärte Uwe Schaumburg gegenüber der WLZ. Dennoch gestaltete sich die Bergung schwierig, da ein fester Stand der Einsatzkräfte im Geröll nicht immer gegeben war. Jede Hand war wichtig. Unten angekommen wartete bereits das Boot der DLRG mit einem geschulten Bootsführer der Feuerwehr.

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