Hemfurth-Edersee

Es rumort im Energieberg Peterskopf - Video online

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- Edertal-Hemfurth-Edersee. Seit Oktober dringt täglich einige Male ein Donnern aus dem Inneren des Peterskopf-Berges. Im Verwaltungsgebäude der E.ON klirren dann leise die Fensterscheiben und der eine oder andere Nachbar in der Kraftwerksstraße schreckt aus dem mittäglichen Nickerchen hoch.

Die E.ON sprengt sich Meter für Meter den Weg frei zu ihrem neuen, 250 Millionen Euro teuren Großprojekt: einer zweiten Kaverne, einer zweiten künstlichen Felsenhöhle im Gestein, die ab 2014 ein zusätzliches Pumpspeicherkraftwerk mit 300 Megawatt Leistung beherbergen soll. Der 210 Meter lange Sondierungsstollen, der später die Zufahrt zur neuen Kaverne ermöglicht, ist zu zwei Dritteln fertig. Bohren können in die Fachleute nicht, denn das Gestein des Peterskopfes ist dafür viel zu hart. Also treiben sie kleine Löcher in den Felsen. Sie nehmen die Sprengkapseln auf, die mehrmals täglich zur Explosion gebracht werden. Allein durch den Sondierungsstollen, der zusätzliche Erkenntnisse über die Geologie des Berges bringen soll, fallen 4000 Kubikmeter Abraum an. Später, wenn das ganze Projekt beendet ist, sind 150 000 Kubikmeter neuer Raum im Peterskopf entstanden. (su)

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Mehr lesen Sie in unserer Druckausgabe vom 28. Januar 2011.

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