Winterkonzert des Gustav-Stresemann-Gymnasiums mit anspruchsvollem Programm

Satter Sound und leise Töne

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Das „Vororchester“ unter der Leitung von Arnold Nowakowski eröffnete das anspruchsvolle Winterkonzert des Gustav-Stresemann-Gymnasiums. Fotos: Senzel

Bad Wildungen - Instrumentalsolisten, Schulchor und zwei Orchester des Gustav-Stresemann-Gymnasiums präsentierten sich mit einem anspruchsvollen Programm beim traditionellen Winterkonzert in der Aula der Schule.

Aus Sicht der zahlreichen Zuhörer untermauerten die jungen Talente, dass sich das GSG mit Fug und Recht mit dem Prädikat „Schule mit Schwerpunkt Musik“ schmücken kann. Eröffnet wurde das Programm vom Vororchester mit den jüngsten GSG-Musikanten - allesamt Mitglieder der Musik-AG. Sie spielten nach „The Dark Crusader“ („Der schwarze Kreuzritter“) Lalo Schifrins „Mission Impossible“ und gingen die flotte Melodie mit imponierendem Schwung an.

Die jungen Orchestermitglieder begannen nicht nur perfekt gemeinsam, sie fanden auch zum kollektiven Ende und spielten dazwischen im harmonischen Miteinander. Sie lieferten einen satten Orchestersound ab, sodass nicht nur die Zuhörer begeistert applaudierten, sondern auch Musiklehrer und Konzertmoderator Harald Brauer voll des Lobes war: „Ganz toll, was diese jungen Musiker schon nach dem ersten Halbjahr leisten.“ Brauer hofft, dass sie alle später im „großen Orchester“ weitermusizieren. Alexandra Remfert spielte - von ihrer Mutter Ludmilla Remfert am Klavier begleitet - auf ihrem wohlklingend-sonoren Fagott die von Giovanni Batista Pergolesi (1710-1736) ursprünglich als Arie für eine neapolitanische Oper geschriebene Arie „Nina“.

Die Solistin verstand es hervorragend, den emotionalen Charakter der Genesungswünsche für „Nina“ mit ihrem technisch rundum gelungenen Spiel einfühlsam auszudrücken. Das Flötenspiel von Emilia Kamanczyk wurde von deren Mutter (Cellolehrerin am GSG) am Klavier begleitet. Die Flötistin spielte aus Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) Konzert für Flöte und Orchester (KV 314) den ersten Satz und interpretierte mit dessen perfektem Vortrag das Werk mit herausragendem Können. Harald Brauer kommentierte: „Bravo - das war ausgesprochen virtuos.“

Unter der Leitung von Gudrun Melzer, die vom Piano aus dirigierte, sang der Schüler-Lehrer-Eltern-Chor ein Medley aus der Musical-Comedy-Serie „Glee“ und erntete für seinen Beitrag mit viel musikalischem Pep und jugendlich frischen Stimmen begeisterten Beifall.

„Ballett“ als Zugabe

Den Abschluss des Winterkonzerts hatte wie immer das Schulorchester unter der Leitung von Harald Brauer übernommen und an die jungen Musiker hohe Ansprüche mit seiner Programmauswahl gestellt.

Nach der melodisch wunderschönen Motette von Johannes Brahms (1833-1897) „Lass dich durch nichts dauern“ folgte der ruhig und getragene Satz aus Felix Mendelssohn Bartholdys vierter Sinfonie, der „Italienischen“. Dirigent Harald Brauer hat sie für „sein“ Orchester arrangiert. Nach „Gymnopèdie Nr. 1“ des „Musikschalks“ Erik Satie (1866-1925), zwei langsamen Walzern, die der Komponist für einen Pariser Nachtclub geschrieben hat, klang das Konzert in der Schulaula prächtig und lautstark mit einem „Ballett“ von Claude Debussy (1862-1918) aus.

Die Mitglieder des Schulorchesters folgten konzentriert und aufmerksam den Dirigentenkommandos und wurden für ihr dynamisches und rhythmisch differenziertes Spiel vom Konzertpublikum begeistert mit reichlich Applaus überschüttet. Klar, dass „Ballett“ als Zugabe noch einmal wiederholt wurde. Schulleiterin Dagmar Ipach würdigte das Musiklehrerteam für sein Engagement.

Von Werner Senzel

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