Ober-Werbe

Scheune brennt komplett herunter

- Waldeck-Oberwerbe (r). Eine Scheune in Ober-Werbe ist am Montag komplett niedergebrannt.

Die Feuerwehr schützte angrenzende Wohnhäuser. Die Ursache für das Feuer war an der Brandstelle noch unklar. Ermittler der Kriminalpolizei nahmen noch am Nachmittag die Ermittlungen auf. Der Schaden beläuft sich nach ersten Angaben eines Polizisten auf rund 30 000 Euro. Dorfbewohner hatten die Scheune erst vor kurzer Zeit erworben und sie umgebaut, um Pferde darin unterzustellen. Tiere standen am Montagnachmittag aber noch nicht im Gebäude. Gelagert waren darin unter anderem Erntevorräte wie Stroh, hieß es. Anwohner hatten um kurz nach 14 Uhr zunächst Rauch aus dem Dach aufsteigen sehen und die Feuerwehr alarmiert. Wenige Augenblicke später stand die Scheune im Meierweg komplett in Flammen. Die Leitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Ober- und Nieder-Werbe, Sachsenhausen, Alraft, Höringhausen und Korbach, etwa 60 Brandschützer waren in kürzester Zeit vor Ort und im Einsatz. „Als wir eintrafen, war bereits klar, dass die Scheune nicht mehr zu retten war“, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter Bernd Schäfer. Dunkler Rauch wies den Feuerwehren schon aus großer Entfernung den Weg. Die wichtigste Aufgabe der Feuerwehren war es daher, die dicht angrenzenden Gebäude –unter anderem ein Mehrfamilienhaus – vor einem Übergreifen der Flammen zu bewahren. Dies gelang mit einer sogenannten Riegelstellung, bei der ein Wasserwerfer eine „Wand“ zwischen der brennenden Scheune und dem Wohnhaus bildete. Die Hitze ließ jedoch Rollläden und Schilder aus Kunststoff schmelzen. Nach gut anderthalb Stunden hatten die Einsatzkräfte – unterstützt von der Korbacher Drehleiter – das Feuer unter Kontrolle. Bis dahin waren Dach und weitere Gebäudeteile bereits eingestürzt. Ausreichend Löschwasser zapften die Wehren aus Hydranten sowie aus dem Lauf der Werbe, gut 200 Meter von der Brandstelle entfernt.Mitarbeiter der Energie Wal­deck-Frankenberg schalteten die Stromversorgung an der Einsatzstelle ab – unter anderem, weil die Drehleiter dicht an einer Oberleitung in Stellung gebracht wurde. Nach dem Einsatz setzten die EWF-Mitarbeiter die durch den Brand beschädigte Leitung wieder instand. Ein Straßenzug des Ortes war durch das Feuer vorübergehend ohne Stromversorgung. (www.112-magazin.de)

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