Am Samstag Publikumsresonanz bei Sturmregen pfui, am Sonntag bei Sonne hui

Schizo-Sommer prägt das Fest

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Wann genießt man beim Puzzlen schon so einen Ausblick? Kinderprogramm im Angesicht der Sperrmauer.Fotos: Schuldt

Edertal-Hemfurth-Edersee - Der schizophrene Sommer 2015 präsentierte seine beiden Persönlichkeiten am Wochenende im raschen Wechsel und ließ das karnevalistische Feuerwehrfest nicht ungeschoren.

Am Samstag fegten Sturmböen und Starkregen den Sperrmauervorplatz zweimal von Besuchern leer, sehr zum Leidwesen der engagierten Organisatoren und Helfer vom Karnevalverein Rot-Weiß Hemfurth-Edersee und von der Freiwilligen Feuerwehr. So hielt sich auch am Abend, zum erklärten Festhöhepunkt mit der Band „Müller, Meier, Schulze“, der Publikumsandrang in engen Grenzen, während die kühleren Temperaturen die Oberhand gewannen. Der guten Stimmung der hartgesottenen Fans und übrigen Besucher konnte das aber keinen Abbruch tun. Sie gingen mit der bekannten regionalen Band mit und ließen sich von guter Rockmusik erwärmen.

Gestern lockte dagegen ein heiterer Sonne-Wolken-Mix ohne Nass von oben Scharen von Besuchern an die Westseite der Sperrmauer. Der Parkplatz war proppevoll und gleiches galt für Sitzbänke, Stehtische und Verpflegungsstände der beiden organisierenden Vereine. Die Tanzgruppen der rot-Weißen Jecken erhielten vom Publikum viel Applaus für ihre Darbietungen. Nicht anders erging es den vielen Musizierenden vom Ungedänker Musikverein bis zum Trio der Lokalmatadorinnen „Witch Hazels“.

Die Feuerwehr stieß mit ihren begleitenden Vorführungen und ihrem ausgestellten Gerät - darunter der historischen Feuerspritze - auf großes Echo, vor allem bei den jüngsten Gästen. „Was ist da unten los?“, fragten sich viele neugierige Kinder bei der Simulation einer Schachtrettung und lugten vorsichtig in die Tiefe.

Neben dem Mini-Edersee gab es Riesen-Puzzles und weitere Spiele für Kinder zu entdecken, während die Eltern die Verpflegung aus den vielen leckeren Angeboten sicherten. So kamen am zweiten Tag Veranstalter und ihre vielen, gut gelaunten Gäste doch noch voll auf ihre Kosten und verziehen dem Schizo-Sommer - beinah - seinen Ausfall vom Vortag.

Von Matthias Schuldt

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