Edertal

Schöne, neue Wege statt Asphaltwüste und Verfall

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- Edertal. Die „neue Mitte“ war mal ein politisches Schlagwort im Schröderschen Kampf um die Macht. In Edertal gewinnt der Begriff eine friedlichere Bedeutung; unter dieser Überschrift will die Großgemeinde ihr Herz stärken.

Über Jahrzehnte ist Giflitz/Bergheim zum Zentrum Edertals herangewachsen mit dem Versorgungsschwerpunkt im Gewerbegebiet, der Gemeindeverwaltung, dem Schulzentrum, dem Sportpark, dem Feuerwehrstützpunkt. Lebendig geht´s hier zu und obendrein durchziehen die Ederauen mit ihren Naturschätzen als attraktiver Grüngürtel das Gebiet.

All diese Stärken können aber über offensichtliche Schwächen nicht hinwegtäuschen – und die will die Gemeinde im Rahmen des Landes-Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“ weitgehend beseitigen.

Der spektakulärste Vorschlag ist, die alte Brücke über die Eder und die dazugehörige Bahntrasse zu einem Fuß- und Radweg umzubauen, der die Bergheimer Wohngebiete direkt mit der neuen Mitte im Giflitzer Gewerbegebiet verbindet. Überhaupt sind neue Fuß- und Radweg von und zu dem Gebiet ein Schwerpunkt des Konzeptes. Außerdem sind ein Markthalle, die Begrünung der Asphaltwüste Bahnhofstraße oder Aufenthalts- und Ruhezonen entlang der Wege im Gespräch. Im Dezember muss das Konzept fertig sein, damit die Landesregierung prüfen kann, wofür sie wie viele Zuschüsse bewilligt. (su)

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