Kreisschützenball im Altwildunger Bürgerhaus mit Proklamation und Ehrungen

Schütze des Jahres: Andreas Bernhard

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Zum Schützen des Jahres kürten Kreisschützenmeister Heinrich Schmitz (r.) und Vize Hermann Möller (l.) Andreas Bernhard.

Bad Wildungen/Edertal/Waldeck - Gastgeber beim 16. Ballabend im Schützenkreis 23 Bad Wildungen waren die Bergfreiheiter Schützen. Im Mittelpunkt standen die Präsentation aller zum Kreis gehörenden Vereinskönigspaare sowie eine Reihe von Ehrungen und die Proklamation der neuen Jugendkönige.

Angeführt von ihren Fahnenabordnungen, marschierten die amtierenden Königspaare in den herbstlich dekorierten Saal des Altwildunger Bürgerhauses ein und wurden von Kreisschützenmeister Heinrich Schmitz (Freienhagen) vorgestellt.

Sportschießen sei neben Fußball, Tennis und Turnen eine der vier populärsten Sportarten in Deutschland. „Sportschießen bedeutet, sich über einen längeren Zeitraum hinweg voll zu konzentrieren, eine ruhige Hand zu haben, alle Bewegungsabläufe seines Körpers unter Kontrolle zu haben, sich durch nichts ablenken zu lassen. Und es bereitet sehr viel Freude.“ An die Jugendlichen appellierte der Kreisschützenmeister, in die Vereine zu kommen: „Der Schießsport fördert neben dem Erwerb von Fachkenntnissen auch Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Fairness, Gesundheitsbewusstsein und Leistungsorientierung, die euch für das Leben rüsten sollen.“ Den aktiven Schützen riet er: „Es soll immer hart, sportlich und fair gewetteifert werden, aber auch für die Geselligkeit muss Platz sein. Wenn dies alles gegeben ist, sind wir auf dem richtigen Weg.“

Für die Zukunft gut aufgestellt

Kreisschützenkönig Martin Pflüger aus Bergfreiheit wurde der Erinnerungsorden verliehen. Der Geehrte war in diesem Jahr außerdem Gau- und Landesschützenkönig und erreichte beim Bundeskönigsschießen einen hervorragenden elften Platz. Der neue Kreiskönig wird beim Meisterschaftsschießen im Januar ermittelt. Inthronisiert wurden die neuen Jugendkönige, die im September in Freienhagen den Titel errangen: bei den Jugendlichen Stefan Daude vom Schützenverein Wellen und bei den Schülern Rene Valentin von der Schützengesellschaft Sachsenhausen. Kreisjugendleiter Jürgen Viehmeier überreichte beiden die Königskette. Heinrich Schmitz rief alle Vereine auf, ihren Königspaaren zur Seite zu stehen und sie nach Kräften zu unterstützen. Gekürt wurde der „Schütze des Jahres“ anstelle der früheren Auszeichnungen „Sportler und Mannschaft des Jahres“. Auf Beschluss der Vereine wurden Vorschläge unterbreitet und per Internet zur Abstimmung gebracht. Zum Schützen des Jahres 2014 im Schützenkreis 23 wählten die Vereinsmitglieder aus fünf Bewerbungen Andreas Bernhard von der SG Sachsenhausen. Er erhielt Glaspokal und Urkunde.

Bernhard (48) gehört seit 36 Jahren aktiv der Schützengesellschaft an. Er schießt in den Disziplinen Luftgewehr und Kleinkaliber Auflage. Im Vorstand wirkte er einige Jahre als Jugendleiter mit und kümmert sich noch heute ehrenamtlich als Hausmeister um die Schießsportanlage in Sachsenhausen.

Schmitz zeichnete einige Schützen aus, die seit vielen Jahren in den Vereinen ihre Arbeit verrichten und so traditionell als auch zukunftsorientiert auf deren Entwicklung in Kreis und Gau wirken.

Beeindruckt von der guten Resonanz am Ballgeschehen zeigte sich auch Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber (Korbach), der die Schützenvereine für die Zukunft gut aufgestellt sieht: „Viele Vereine planen und investieren in moderne Schießanlagen, was für die Jugendarbeit wichtig und unverzichtbar erscheint.“

Die Grüße von Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann übermittelte Stadtrat Manfred Jahnes, der besonders die Nachwuchsarbeit in den Vereinen lobte. Für den SV Bergfreiheit als Gastgeber hieß der Vorsitzende Werner Schneider die Gäste willkommen. An den offiziellen Teil des Kreisschützenballes schloss sich zu den Klängen des Musikduos „Mitano“ Tanz bis in die Nacht hinein an.

Von Winfried Himstedt

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