Edertal

„Um das Schulamt in Fritzlar kämpfen“

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- Edertal-Bergheim (höh). Kreiselternbeiräte der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder protestieren gegen eine Schließung des Staatlichen Schulamts in Fritzlar.

„Die Elternvertreter sind entsetzt und sehr besorgt über dieses Ansinnen“, sagte Kreiselternbeiratsvorsitzende Ulrike Tönges. Es entstehe der Eindruck, dass die vom Rechnungshof eingeleitete Zentralisierung der Verwaltung zu Lasten der Bildungsqualität der Kinder im ländlichen Raum gehe. „Schon heute ist der Bereich des Fritzlarer Schulamts so groß wie das Saarland und Luxemburg zusammen“, gibt Tönges zu bedenken. Ein geplantes Großschulamt in Kassel erreicht laut Beiratsmitglied Elmar Schultze-Überhorst von der Fläche fast die Ausmaße des Regierungspräsidiums Kassel.

Beide Elternvertreter befürchten unter anderem große Nachteile durch weite Fahrstrecken. Insbesondere beim schulpsychologischen Dienst, fachlicher Beratung und Unterstützung seien massive Verschlechterungen zu befürchten. Die schulfachlichen Referenten könnten nicht mehr effizient regional arbeiten. „Zwei Stunden fahren, eine Stunde arbeiten“, bringt es Tönges auf den Punkt. Insbesondere das neu eingeführte selbstständige Schulbudget erfordere Hilfe von Spezialisten aus den Schulämtern und sei aus der Entfernung nicht zu leisten.

Als wichtiges Thema stehe der Schulentwicklungsplan mit Schließung von Grundschulen zur Diskussion. In einem Brief an Kultusministerin Dorothee Henzler forderte die Arbeitsgruppe der Elternbeiräte den Erhalt des Fritzlarer Amts (60 Mitarbeiter). Eine konkrete Antwort stehe noch aus. Die Analyse der eigens einberufenen Kommission „Aufgabenkritik“ sei noch nicht abgeschlossen, teilte das Ministerium mit.

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