Bergheim

Schwere Kost, leichte Häppchen

- Edertal-Bergheim (höh).Im Bergheimer Schlosshof feierte die Interessengemeinschaft Edertaler Gewerbetreibender ein Sommerfest in lauer Nacht.

IEG-Vorsitzender Torsten Zimmer freute sich, dass auch Gäste aus den Nachbarkommunen Bad Wildungen, Fritzlar und Waldeck der Einladung gefolgt sind, darunter auch der Fritzlarer Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange. Schlossherrin Irene Jahnke stellte einmal mehr den Schlosshof für das im zweijährigen Turnus veranstaltete Fest zur Verfügung. Kritische Worte richtete der Chef der Gewerbetreibenden an die Kommunalpolitiker im Schlosshof. „Die politischen Gremien sind gefordert, über kommunale Grenzen hinweg faire Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmer unserer Region zu schaffen“, betonte Zimmer. Gerade der öffentliche Auftraggeber stehe hier in den Grenzen des Vergaberechts besonders in der Verantwortung, um einen fairen und transparenten Wettbewerb unter den Akteuren der regionalen Wirtschaft zu garantieren und zu fördern, mahnte er. Erster Beigeordneter Heinrich Biederbeck überbrachte die Grüße der Gemeinde Edertal. In einem Interview mit Moderator Thomas Korte beantwortete Landrat Dr. Reinhard Kubat Fragen zur Zukunft der Region. Die Horrorzahl 100 Millionen „Miese“ bis zum Jahr 2013 im Kreisetat war ebenso ein Thema wie ein Anlagevermögen von 50 Millionen Euro. Die Besucher erfuhren, dass zur „Affäre Eichenlaub“ derzeit keine neuen Erkenntnisse zu erwarten seien. Sanierung und Schließung von Schulen sowie der Straßenbau wurden diskutiert. Besonders interessierte das geplante Dokumentationszentrum der Gemeinde Edertal an der Sperrmauer. Kubat signalisierte einen Zuschuss des Kreises, die Höhe werde jedoch erst bei den Haushaltsberatungen im Winter festgelegt. Zum Abschluss verriet Kubat ein Rezept gegen den Bevölkerungsschwund: „Die Dörfer müssen wieder lernen, zusammenzuarbeiten.“ Nach zum Teil schwerer Kost aus heimischer Wirtschaft und Politik waren die leichten Häppchen am Buffet begehrt. Das Organisationsteam um Christel Daude hatte bunte Platten mit deftigen und süßen Variationen aufgefahren. Für einen magischen Ausklang des Sommerfestes der Gewerbetreibenden sorgte Zauberer Michael Stern mit Verwandlungskunst und anderen verblüffenden Tricks. Bei guten Gesprächen und Hintergrundmusik wurde im malerischen Ambiente des Schlosshofs bis in die Nacht hinein gefeiert.

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