„Heiliger“ Eröffnungsabend und große Tierparade gut besucht ·

Schwungvoller Viehmarktauftakt

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Bad Wildungen - Der Bad Wildunger Viehmarkt beim Auftakt einigermaßen im Wetterglück: Sowohl der „heilige“ Eröffnungsabend als auch die gestrige Tierschau waren, da sich die Sonne gerade rechtzeitig mal wieder öfters blicken ließ, ausgesprochen gut besucht. Ein paar Regenschauer verdarben die Laune nicht.

In gewohnter Weise strömte am Donnerstag Groß und Klein zu den Auftriebsringen bei der Reithalle, die große Vierbeiner-Parade der Bezirkstierschau war Publikumsknüller.

„Wunderbare Bilder“, freute sich Bürgermeister Volker Zimmermann. Die besondere Leistungsfähigkeit der regionalen Tierzucht sei erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden. Auch Schauleiterin Ute Ermentraudt vom LLH in Korbach (Landesbetrieb für Landwirtschaft Hessen) lobte die bunte Rassenvielfalt: „Vor dem Hintergrund erwünschter Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft ist diese Schau geradezu herausragend.“

Fachleute und Laien kamen gleichermaßen auf ihre Kosten bei der Präsentation von edlen Groß- und Kleinpferden, teilweise exotischen Fleischrindern sowie Schafen, Ziegen, Eseln, Rassegeflügel und Zuchtkaninchen. Solides Fundament, raumgreifender Schritt, gleichmäßiger Antritt aus der Hinterhand: Die Kommentare der Preisrichter zu den Vierbeinern waren nicht nur für die Expertenschar ein Ohrenschmaus. Noch ein Beispiel: „Herzlichen Glückwunsch zu dieser schicken Stute“, so eine Bewertung (1a-Preis) im „Diamantring“. Herausragendes Siegertier war nach Einschätzung von Ute Ermentraudt das Gesamtsiegerfohlen aus dem Stall von Karl-Wilhelm Michel (Edertal-Buhlen).

So verteidigte die Wildunger Tierschau ihren Ruf als unbestrittener Höhepunkt des Bad Wildunger Viehmarkts. Hinzu kam wie in den Vorjahren das Fohlenchampionat, ausgerichtet vom Förderverein des ehemaligen Pferdezuchtvereins Waldeck-Eder.

Vor der abschließenden Vorführung der Siegertiere mit Preisverleihung überraschte der Wellener Talhof die Zuschauer mit zwei Einlagen: Zunächst führten kostümierte Ferienkinder des Talhofs auf Haflingerpferden eine Quadrille vor, ein optischer Hochgenuss. Dann ließ Talhof-Chef Heinrich Biederbeck einen prachtvollen Viererzug anspannen, in der Kutsche nahmen einige Ehrengäste Platz: Wildungens Bürgermeister Zimmermann, Altbürgermeister Dr. Albrecht Lückhoff, MdL Heinrich Heidel und Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf.

Bereits am Vorabend wollten sich Hunderte Badestädter das heiß geliebte Eröffnungszeremoniell im restlos gefüllten Festzelt bei Saunatemperaturen nicht entgehen lassen: Einmarsch der „Gladiatoren“ mit Spiel und Klang (Feuerwehrkapelle, Stadtväter), launige Bürgermeisterrede und die gemeinsam gesungene Wildunger Nationalhymne, das Wal­decker Lied („Mein Waldeck lebe hoch!“). Bereits routiniert ist der Bürgermeister bei seiner abschließenden Aufgabe am „Heiligen Abend“, dem Anstechen eines Fasses Freibier.

Fest geht weiter

Dann erwachte der dröhnende und funkelnde Rummelplatz erstmals zu vollem Leben, diesmal beherrscht von dem 35 Meter hohen Riesenrad und der imposanten „Frisbee“-Flugscheibe, dem neuesten Fahrgeschäft des Wildunger Schaustellers Dennis Ruppert.

Am Freitag ist von 11 bis 18 Uhr Familientag (verbilligte Preise). Im Festzelt beginnt um 15 Uhr Kinder-Spaß und -Schminken, ab 19 Uhr Wildunger Feuerwehr-Musikzug und ab 20 Uhr Stimmungsmusik mit „Donau-Power“. In der Festhalle ab 21 Uhr ein unverzichtbarer Evergreen des Wildunger Volksfestes: Discoparty mit Peter Lack. Vorhinweis auf Samstag: Beim Senioren-Nachmittag (15 Uhr) wird das „Wildunger Lied“ uraufgeführt, eine Liebeserklärung von Peter Günther an seine Wahlheimat Bad Wildungen. (jm)

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