Wildpark-Förderverein schafft Fahrzeug für Rolli-Fahrer an

Per Scooter Keiler Bernhard besuchen

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Edertal-Hemfurth-Edersee - Noch behindertenfreundlicher präsentiert sich der Wildtier-Park am Edersee nach Anschaffung eines elektrobetriebenen „Scooters“.

Damit kann inbesondere der neu angelegte Weg durch das Schwarzwild-Gehege, der für Rollstuhlfahrer doch etwas beschwerlich ist, bequem befahren werden. Wildtierpark-Leiter Albert Hernold und Edertals Bürgermeister Klaus Gier in seiner Eigenschaft alsVorsitzender des Fördervereins für das Tierparadies stellten das Gefährt nach erfolgreichem Probebetrieb vor. Behinderte können es ab sofort kostenlos nutzen. Das Wildunger Orthopädie- und Sanitätshaus „Nusser und Schal“ übergab den Scooter zum verbilligten Einkaufspreis in Höhe von 2000 Euro an den Förderverein. Albert Hernold hatte mit „mehr“ gerechnet: „Da können wir bald über einen zweiten Scooter nachdenken.“ Dieter Grimm, Vorsitzender des Wildunger Rollstuhlsportclubs, und der Edertaler Journalist Hermann B. Sonderhüsken nach einem weiteren Test: „Das Ding ist wunderbar leicht zu bewegen.“ Bis nahe an den Gehegezaun fuhr Dieter Grimm heran. Auf Zuruf von Albert Hernold erschien rechtzeitig zur „Einweihung“ der von Hand aufgezogene Jungkeiler „Bernhard“ und beäugte neugierig die Neuerrungenschaft. Der Rundweg bei den Wildschweinen ist 350 Meter lang, der gesamte „barrierefreie“ Kurs durch den Wildpark etwa drei Kilometer. Im Eingangsbereich (Buchenhaus) steht der Scooter nunmehr bereit. Mitzubringen für interessierte behinderte Besucher ist der Behindertenausweis, der mit den Eintragungen „G“ oder „aG“ versehen sein muss. „Der Scooter ist kein Spaßfahrzeug“, sagte Bürgermeister Gier. Damit kein Unfug betrieben wird, bleibt der Behindertenausweis bis zur Rückkehr des Scooters an der Kasse zurück. (jm)

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