Milder Winter schont Finanzen und entlastet Bauhof-Mitarbeiter

Segen für die Stadtkasse

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Kein Schnee sondern Streusalz – die Lage im Winterdienst ist aktuell mehr als entspannt.Foto: Höhne

Bad Wildungen - Die weißen Salzberge am Bad Wildunger Bauhof nehmen nur unmerklich ab. Der milde Winter schont Stadtkasse erheblich und entlastet Mitarbeiter, die für schnee- und eisfreie Straßen und Wege verantwortlich sind.

„Im Dezember hatten wir an vier Tagen Winterdienst, im Januar nur an drei Tagen - und das noch nicht einmal im kompletten Stadtgebiet“, zieht Bauhofleiter Ralf Blümer zufrieden Zwischenbilanz. Vom 1. Oktober bis 31. März gilt die Räumpflicht. 40 Mitarbeiter halten in dieser Zeit bei Bedarf städtische Straßen und Wege frei von Eis und Schnee. Sie rücken aus mit Streuwagen und Treckern oder schwärmen in zwölf Fußkolonnen in das Stadtgebiet aus.

Wieviel Salz für den Fall der Fälle vorgehalten werden muss, ist von Jahr zu Jahr ein Glücksspiel, denn den Durchschnittswinter gibt es nicht mehr. Blümer: „Das Wetter in den letzten fünf Jahren schwankte ganz erheblich - es ging von einem Extrem ins andere.“

Zwischen 18000 und 100000 Euro

450 Tonnen Streusalz wurden auf dem Wildunger Bauhof eingelagert für den Winter 2014/15. Kalkuliert wurde mit einem Verbrauch von 250 bis 400 Tonnen. „Bis jetzt sind es nur 70“, registriert Blümer. Auch wenn dieses Wochenende Schneefälle erwartet worden, und der oftmals kalte Februar noch nicht angebrochen ist, scheint die Lage derzeit mehr als entspannt.

Die Plusgrade sind ein Segen für die Stadtkasse. „In zwei extremen Wintern gingen jeweils über 1000 Tonnen Salz drauf“, erinnert sich der Bauhofchef. „Das waren in einer Saison Kosten von über 100000 Euro nur für Streusalz.“ So frostig und schneereich ging es glücklicherweise in den folgenden Jahren nicht weiter. Der Winter 2013/14 war ähnlich mild wie aktuell. „Der hat uns knapp 18000 Euro für Streusalz gekostet“, weiß der Bauhofleiter.

Von Conny Höhne

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