Wildunger Innenarchitekt Rüdiger Zilske leistet ehrenamtlich Entwicklungshilfe

Als Senior-Experte in die Welt

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Innenarchitekt Rüdiger Zilske (l) lehrt Studentinnen einer Design-Hochschule in Lahore (Pakistan). Dort war er im vergangenen Jahr zweimal ehrenamtlich für den Senior Experten Service (SES) tätig.

Bad Wildungen - Rente - und dann? Die Möglichkeiten im Ruhestand sind so vielfältig wie zuvor im Arbeitsleben. Der Senior Experten Service vermittelt ehemalige Fachkräfte in die ganze Welt. Mit dabei: der Wildunger Rüdiger Zilske.

Davon profitieren Menschen in Entwicklungsländern - aber auch die Senioren. Für sie ist Rente nicht gleich Ruhestand: Auch im Alter lassen die Fachkräfte vom Senior Experten Service (SES) andere von ihrer Berufserfahrung profitieren. „Ich habe ein gutes Leben gehabt und eine gute Rente, nun will ich ein klein wenig zurückgeben“, sagt der Innenarchitekt Rüdiger Zilske in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur. Der 71-Jährige aus Bad Wildungen ist ehrenamtlich für die Stiftung aktiv. Er war bereits in Rumänien und mehrmals in Pakistan. Die Idee der Stiftung: Senioren geben vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern ihre Kenntnisse und Erfahrungen weiter und unterstützen so die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Morgen wird der SES 30 Jahre alt. Dann findet auch die Regionaltagung der Organisation in Kassel statt. Nach eigenen Angaben ist der SES die führende deutsche Ehrenamts- und Entsendeorganisation für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand. Mehr als 10 500 Fachkräfte seien mittlerweile registriert.

2012 schickte die Stiftung ihre Experten in rund 1600 Einsätze in mehr als 90 Ländern. Zilske arbeitete unter anderem im pakistanischen Lahore an einer Hochschule für Möbeldesign. „Was da fehlt, ist der Weitblick“, sagte er. Die jungen Menschen dort würden nur das kennen, „was es dort gibt“. Er habe mit den Studenten den Ablauf von der Idee bis zum Möbelstück erarbeitet und die Möbel anschließend auch gefertigt.

„Das hat große Freude gemacht“, sagt Zilske. Obwohl die SES auch Projekte in Deutschland betreibt, zieht es den 71-Jährigen wieder ins Ausland. „Ich möchte gern nach Afrika“, fügt er hinzu. Wo sein nächster Einsatzort liegt, stehe aber noch nicht fest.(dpa)

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