Bad Wildungen

Mit sieben Tonnen Stahl Hang hinab - Video

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- Bad Wildungen-Hundsdorf (su).Ein junger Landwirt aus Wünnenberg-Haaren durchlebte am Dienstag den Albtraum eines jeden Autofahrers: Plötzlich fallen Lenkung und Bremsen auf einmal aus. So geschehen gegen 9 Uhr, rund 300 Meter vor dem Ortseingang von Hundsdorf aus Richtung Löhlbach auf abschüssiger Strecke.

Der 20-Jährige war in einem sieben Tonnen schweren Radlader für ein Unternehmen unterwegs, das Kalk an Bauernhöfe in der Region liefert. Böhne war das Ziel. Hinter dem Radlader steuerte eine Kollegin ein Schleppergespann. Der junge Mann wusste nicht, wie ihm geschah: „Plötzlich ging nichts mehr, keine Lenkung, keine Bremse, ich habe mich nur noch am Lenkrad festgehalten.“ Der 18 Jahre alte Radlader kam nach rechts von der Straße ab, stürzte eine Böschung hinunter und blieb schräg auf dem Dach liegen.

Sein Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Er kletterte aus einem Fenster ins Freie, weil die eine Tür blockiert und bei der anderen der Griff abgerissen war. Der massive Stahl des Baufahrzeugs habe ihn geschützt, die Fahrerkabine sei nicht verzogen, meinte er später, als sein herbeigerufener Chef kommentierte: „Na, da hast du mehr Glück als Verstand gehabt, was?“

Auch die Wildunger Feuerwehrleute, die zur Hilfe herbeigeeilt waren und die entstandene Ölspur abstreuten, atmeten einmal tief durch. „Stellen Sie sich vor, das wäre im Dorf passiert und der Radlader wäre in ein Haus gefahren“, sagte etwa stellvertretender Stadtbrandinspektor Frank Volke. Ursache des Unfalls: eine Antriebswelle war gerissen, hatte die Lenkung blockiert und eine Bremsscheibe abgeschlagen, die auf der Straße landete.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 14. September

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