Feuchtfröhliches Fischerstechen am Edersee

Siegesserie der Segelschule reißt nicht ab

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Edersee - Wer unfreiwillig baden ging, hatte zwar das Nachsehen, aber bei heißem Sommerwetter war das Fischerstechen im Edersee eine willkommene Erfrischung für die angetretenen Wettkämpfer.

Am Samstag traten zehn Mannschaften zu dem feuchtfröhlichen Wettbewerb am Rehbach an. Drei Wettkämpfer in einem Boot bildeten jeweils ein Team. Auf einer Planke vorn im Boot stand der Hauptakteur mit der Lanze und versuchte seinen Kontrahenten vom gegnerischen Boot mit viel Geschick ins Wasser zu befördern. Wer das Gleichgewicht verlor, stürzte in den Edersee.Das Fischerstechen – in manchen Gegenden auch als Schifferstechen bekannt – geht auf einen mittelalterlichen Kampfsport zurück, der bis heute auf vielen Gewässern mit Begeisterung betrieben wird.

Am Sonntag ging es am Edersee ins spannende Finale. Der Finalkampf wurde zwischen dem Boot der Favoriten, der „Segelschule 1“, und dem Boot „Böse Babas“ mit einer Besatzung aus Campingplatz-Besuchern vom Rehbach ausgetragen. Nach einem spannenden Kampf und unter den lautstarken Anfeuerungsrufen der Zuschauer blieb schließlich der Lanzenstecher des Lokalmatadors vom Boot „Segelschule 1“ trocken und sein Boot errang zum sechsten Mal hintereinander den Sieg. Auf jeden Fall wollen die zweitplatzierten Rehbach-Camper im nächsten Jahr wieder kommen und Revanche fordern. (szl)

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