Höringhäuser Liederabend im proppevollen Bürgerhaus

Wer singt, gestaltet Kultur

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- Bereits zum 15. Mal in Folge feierte der Männergesangverein 1865 Höringhausen seinen Liederabend.

Waldeck - Höringhausen. Lautstark eröffnet wurde er vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Höringhausen unter der Leitung von Dirk Elkmann mit dem Torgauer Marsch. Nach einigen kurzen Begrüßungsworten des zweiten Vorsitzenden Manfred Schulze, der durch das Programm führte, heizten die Musikanten dem voll besetzten Bürgerhaus gleich richtig ein, und beim Potpourri bekannter Lieder und Märsche wurde bereits in die Hände geklatscht und mitgesungen. Auch der Laridah-Marsch fand großen Anklang. Chorleiterin Gabriele Lakmann, erst seit Januar im Amt, führte den Gastgeber zusammen mit dem Gemixten Chor Höringhausen unter dem passenden Titel „Kommt zusammen“ auf die Bühne und „Es klingt ein Lied“ hielt die Stimmung der Höringhäuser und ihrer Gäste weiter oben. Mit dem Nietzsche-Zitat „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ begann der erste Vorsitzende Bruno Mecke seine Eröffnungsrede. Wer singe, gestalte Kultur aktiv, und erst das Teilen mache den Chor zu einem ganz besonderen Erlebnis, auch für die Zuhörer. Der Kirchenchor Höringhausen sang „Lobsinget dem Herrn“, den „russischen Vers­perchor“ und „Dona nobis pacem“ und der MGV „Harmonie“ Korbach und seine Chorleiterein Gabriele Wüstefeld pfiffen sich mit „Alles auf dieser Welt hat einen Sinn“ (Always Look on the Bright Side of Life) auf die helle Seite des Lebens. Auch das „Trinklied“ und die „Capri-Fischer“ sorgten für gute Laune. Der Gemeinschaftschor Werbetal, der ebenfalls von Gabriele Lakmann geleitet wird, besang den „Gott aller Menschen“ und sang „Schön ist das Leben“. Der Männergesangverein Stro­the trug das bekannte Stück „Ein Freund, ein guter Freund vor“, „Gestern noch“, das eine Übersetzung des Beatles-Klassikers „Yesterday“ ist, sowie aus dem „König der Löwen“ „Der Löwe schläft heut nacht“ mit vier Solisten vor. Bürgermeister Jörg Feldmann überbrachte Grüße des Magistrats und der Stadtverordneten und lobte die „Manpower“, also das Engagement, und dass es immer ein tolles Gefühl sei, wenn es am Ende des vielen Übens möglich sei, so viele Leute einen ganzen Abend lang gut zu unterhalten. Er selbst habe, nachdem er an seinem Tisch mitgesungen habe, vier Angebote erhalten mitzusingen, schmunzelte er. Der Männergesangverein Immighausen und ihr Chorleiter Fritz Brandt zeigten sich trinkfest mit „Griechischer Wein“ und „Ein Bier“. Zuvor jedoch überzeugten sie mit dem Karat-Hit „Über sieben Brücken“. Der reisefreudige Gemixte Chor entführte die Zuhörer nach „Amsterdam“ und bedauerte „Ich war noch niemals in New York“. Auch der MGV Höringhausen besuchte einige Länder mit „Wiener Spezialitäten“, „Marina“ und „La Golondrina“. Zu guter Letzt trat der Gastgeber noch einmal mit dem Gemixten Chor auf mit „Bajazzo“ und „Conquest of Paradise“. Die Zuhörer zeigten sich begeistert von diesem Abend und geizten nicht mit Applaus.

Von Maria Blömeke

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