Göbel-Hotelgruppe verbindet Brandsanierung mit Erweiterung des Sauna-Angebotes für eine Million Euro

Sonnenterrasse, Außensauna und Vital-Bar

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Nach dem Brand soll die Quellenthermen-Sauna schöner und mit einem größeren Angebot als bisher wiederauferstehen.Foto: su

Bad Wildungen-Reinhardshausen - Das Bild vom Phoenix aus der Asche ist ein viel zitiertes. Im Wortsinn passt es auf die Quellenthermen-Sauna der Göbel-Gruppe in Reinhardshausen. Mitte September brannte die Anlage aus, ohne dass Menschen verletzt wurden. Der Schaden beträgt eine Million Euro – doch im Zuge der Sanierung wird die doppelte Summe investiert, das Schwitz- und Wohlfühl?angebot damit erweitert.

Das bestätigen Inhaber Gert Göbel und Marion Arens, bei den Göbel-Hotels zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, auf WLZ/FZ-Anfrage. „Ausgelöst wurde das Feuer durch einen technischen Defekt, einen Kabelbrand hinter einem Saunaofen“, erläutert Göbel.

Die Sanierung läuft auf Hochtouren, und vor Weihnachten soll die Anlage den Gästen wieder zur Verfügung stehen. „Im neuen Jahr bauen wir weiter“, kündigt der Chef der Hotelgruppe an, die in der Badestadt das Aquavita mit der angeschlossenen Quellentherme und das Hotel Quellenhof an der Brunnenallee betreibt.

Für eine Million Euro zusätzlich integriert das Unternehmen bislang anders genutzte Flächen des Thermengebäudes und der Galleria in die Saunalandschaft. Auf diese Weise entstehen eine Vital-Bar, die Möglichkeit zur Soleinhalation, eine Außensauna-Anlage, eine Sonnenterrasse und großzügigere Ruheräume, zählt Marion Arens auf. „Die Sanierung wird neue optische Akzente setzen“, fügt sie hinzu.

Göbel: Warum will die Stadt im Heloponte weiter eine Konkurrenz betreiben?

Marion Arens verweist auf den Charakter der Investitionen in den Wellness-Bereich des Göbels Schlosshotels Prinz von Hessen (fünf Sterne) in Friedewald. Vier Millionen Euro nahm das Unternehmen für das Projekt dort in die Hand.

Mit Blick auf die Quellentherme, die Ostern 2015 mit ihrem erweiterten und runderneuerten Angebot an den Start gehen soll, hofft Gert Göbel auf Signalwirkung in Richtung Wildunger Stadtparlament. Die Zukunft des Heloponte gerät aller Voraussicht nach Mitte Dezember auf die Tagesordnung der Wildunger Kommunalpolitik.

„Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wenn die Stadt im Heloponte weiter eine ähnliche Anlage wie die in der Quellentherme betreiben will, praktisch in Konkurrenz zu einem Betrieb, der früher der Stadt gehörte“, sagt der Hotelier. Aus seiner Sicht bietet sich im Zuge der Sanierung oder des Neubaus des Heloponte quasi eine Arbeitsteilung an: ein Sportschwimmbad mit Spaß für die Familie in der Wildunger Kernstadt, was einen kleinen Saunabereich einschließen kann.

Helo-Gutachter präsentierte zentrale Ergebnisse

Die Quellentherme Reinhardshausen bedient dagegen als Sauna- und Wohlfühlerlebnis die nach Ruhe und Entspannung Suchenden. Es ist eine spannende Frage, welche Richtung das Wildunger Parlament einschlägt.

Die Stunden der Entscheidung nahen. Gestern Nachmittag präsentierte der Heloponte-Gutachter und Bäderspezialist Dr. Kannewischer nach Informationen der WLZ/FZ die wesentlichen Ergebnisse seiner fast fertigen Expertise zur Zukunft des Heloponte. Vertreter aller Parlamentsfraktionen, jeder interessierte Abgeordnete und die Stadtverwaltung nahmen die Informationen auf. Diese sind auf dem Weg in die Fraktionen, bevor Details der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.

Von Matthias Schuldt

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