Anschluss an die Datenautobahn bis 2020

Spatenstich in Netze: Breitband für 115 Orte in Waldeck-Frankenberg

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Spatenstich in Netze: Breitband für 115 Orte in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Netze. Mit einem symbolischen Spatenstich in Netze begann der Breitbandausbau im Landkreis. In dreieinhalb bis vier Jahren soll ein Drittel aller Haushalte im Landkreis Waldeck-Frankenberg an die Datenautobahn angeschlossen werden. Sie sind aktuell unzureichend oder gar nicht versorgt.

27 000 Haushalte und 4200 Gewerbebetriebe profitieren dann von der schnelleren Datenübertragung zwischen 30 und 50 Megabit pro Sekunde.

 Das komplette Glasfasernetz im Kreis wird mit 500 Kilometern so lang wie das Kreisstraßennetz. Möglich wird das ehrgeizige Bauprogramm durch den Zusammenschluss der Landkreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Kassel und Werra-Meißner. Sie gründeten 2014 die Breitband Nordhessen GmbH, die Abwicklung und Ausbau der Glasfaservernetzung auf 2000 Kilometern Länge in 570 Orten in Nordhessen vorantreibt. Gesamtkosten: 143 Millionen Euro.

Landrat Dr. Reinhard Kubat sagte: „Es ist eines der größten Infrastrukturprojekte in Waldeck-Frankenberg und Nordhessen.“ Finanziert wird es über Darlehen des Landes Hessen und Eigenmittel der Landkreise, darunter 5,8 Millionen Euro aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg.

Netze ist der erste Ort im Landkreis, der an die Datenautobahn angeschlossen wird. Laut Marco Weigand vom gleichnamigen Bauunternehmen aus Bad Königshofen beginnen die Erdarbeiten in drei Wochen. In diesem Jahr sind auch Waldeck und Buhlen an der Reihe, der Anschluss der drei Dörfer an das schnelle Internet ist im Sommer 2017 geplant.

In welchen Kommunen, Orten und Stadtteilen im Landkreis der Ausbau weitergeht im nächsten Jahr, wird beim nordhessischen Breitbandgipfel am 12. Oktober festgelegt. Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe am 16. September.

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