Riesensause im Bürgerhaus

Sperrmauer tanzt mit den Hemfurther Narren

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Edertal-Hemfurth-Edersee - Die Hemfurther Karnevalisten feierten mit ihren einfallsreich kostümierten Gästen ein rauschendes Fest mit viel Tanz und Humor.

Zeremonienmeister Alexander Siebert präsentierte ein abwechslungsreiches Programm auf der Bühne und DJ Micky war zwischendurch zuständig für eine volle Tanzfläche und schwungvolle Schunkelrunden. Der Elferrat und das Prinzenpaar thronten hoch über ihrem Volk und genossen die ausgelassene Stimmung sichtlich. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten Prinz Tim I. und Prinzessin Lisa I. das Narrenvolk und legten mit ihrem Eröffnungstanz einen Grundstein für ein farbenfrohes Fest im ausverkauften Bürgerhaus. Es folgten zahlreiche Tanzvorführungen der verschiedenen Hemfurther Gruppen, allen voran der Prinzengarde. Im traditionellen rot-weißen Gardekostüm wirbelten die jungen Damen über die Bühne und die schwungvollen „Nachos“ nahmen die Gäste mit in den Zirkus. Die drei Damen der Colourful Colours zeigten ihr Können und die Tänzerinnen und Tänzer der Crazy8 schafften es trotz Sandmanns, die feiernde Menge hellwach zu halten. Einen lautstarken Polizeieinsatz fuhr die Gruppe Blackout. Mit Plastikrevolvern, Blaulicht und in scharfen Uniformen hoben sie aber die Stimmung, statt die Ordnung zu hüten. Zwischen den Tanzvorführungen kam der karnevalistische Humor nicht zu kurz. In Erinnerung an das vergangene Sperrmauerjubiläum waren Kaiser Wilhelm I. und seine Gattin (Anja und Andreas Siebert) erneut nach Hemfurth gekommen und warfen mit ihren Kutschern den einen oder anderen Blick aufs Ortsgeschehen. Unfälle, Einbrüche oder missglückte Feuerwehreinsätze wurden genau wie die Gemeindepolitik humorvoll aufs Korn genommen. „Zu meiner Zeit hätte ich das mal schnell entschieden“, kommentierte der Kaiser die langjährige, erfolglose Planung für ein Info-Zentrum in Hemfurth. Über das Leben und Sterben mit ihrem „Geil-Phone“ berichtete Doreen Jahn in der Bütt. Begeisterungsstürme entfahcte der älteste Gast des Abends, die Sperrmauer in Person von Sandra Rausch. Mit Kreuzschmerzen von der Bombardierung und Beton als Botoxersatz berichtete sie fröhlich aus ihrem bewegten Leben. Die Begegnung mit Filmstar Schweighöfer, ihre frühere Inkontinenz oder ihr Wunsch nach einen „herzlicheren Namen“ ließen das Publikum juchzen. Großer Jubel brandete bei der Einlage des neuen Tanzpaares Laura Hankel und Philipp Witte auf. „Endlich wieder ein Tanzpaar, das ist einmalig in der Region“ freute sich der Zeremonienmeister, und das Publikum feierte die beiden jungen Tänzer stürmisch. Den glamourösen Höhepunkt des Abends setzte die Las Vegas-Reise des Männerballetts. Mit Netzstümpfen, Roulette und einem wiederbelebten Elvis Presley beendeten sie den offiziellen Teil des diesjährigen Kostümballs karnevalistisch- erotisch. Der letzte Vorhang aus Hunderten von Luftschlangen fiel weit nach Mitternacht und gab die Tanzfläche bis in den frühen Morgen frei. (tin)

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