Alraft

Der Spezialist fürs Donnerwetter

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- Waldeck-Alraft (höh). Philipp Litschel aus Alraft ist seit Kindesbeinen an dem Wetter auf der Spur, misst Niederschläge, Druck und Windrichtung und lässt kein Gewitter aus. Der 24-Jährige hat im Garten eine eigene Wetterstation.

Mit einem Weihnachtsgeschenk aus Kindertagen fing alles an. Ein Teleskop weckte sein Interesse für Himmelskunde und dann vor allem für das Wetter. „Wenn ein Gewitter aufzog, war er nicht zu bremsen“, erinnert sich seine Mutter. Eine Faszination, die bis heute anhält. Wenn Donner und Blitz im Anzug sind, hält ihn nichts mehr. „Ich fahre dann auf einen höher gelegenen Hügel und beobachte, wie das Gewitter heraufzieht“, schildert der 24-Jährige.

Auch Stürme wie Kyrill und Emma fordern den Alrafter Kachelmann heraus. Wetterphänomene wie das Hochwasser nach heftigem Gewitter und Dauerregen in seinem Heimatort am 11. Mai 2002, der Rekordsommer 2003 oder eine außergewöhnliche Gewitternacht am 27. Juli 2005 hat der „Waldecker Wetterfrosch“ besonders im Blick.Wenn‘s donnert und Blitze zucken, dann hat Philipp Litschel den Finger auf dem Auslöser seiner Kamera. Seit dem Hagelgewitter im Mai 2008 sind diese Naturschauspiele in der Region rar. Bemerkenswerte Wetterkapriolen jüngerer Zeit waren der Trockenrekord im April 2007, der Hitzejuli 2010 sowie der schneereiche und kalte Dezember 2010.

Mit ersten Aufzeichnungen von Niederschlag und Temperatur fing 2003 alles harmlos an. Dann wurde das Hobby professioneller. 2007 baute sich Litschel eine Wetterstation in den elterlichen Garten und einen Windmesser auf das Hausdach. Per Computer ruft er alle wichtigen Daten ab, von der Windrichtung bis zur UV-Strahlung.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 31. Dezember.

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