Bad Wildungen

Sponsoren und Schulterschluss gefragt

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- Bad Wildungen (höh). Das Mehrgenerationenhaus am Kirchplatz bringt Menschen aller Altersgruppen und Kulturen zusammen, aktiviert freiwilliges Engagement, hilft jungen Familien und unterstützt Senioren.

Vom Bad Wildunger MGH reiste Maddalena Schützenmeister zum „Tag der Mehrgenerationenhäuser“ nach Berlin. Er wurde umrahmt von Workshops und einem Kabarett. „Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser ist eine Erfolgsgeschichte“, würdigte Dr. Hermann Kues, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, bei einem Empfang für Vertreter der 500 Mehrgenerationenhäuser aus ganz Deutschland. Familienministerin Christina Schröder ist in Mutterschutz und ließ per Videobotschaft ihre Grüße ausrichten.

Staatssekretär Kues ermutigte die engagierten MGH-Mitarbeiter, auch weiterhin Menschen für die Arbeit in den Häusern zu gewinnen. Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser können am Folgeprogramm des Bundes teilnehmen. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt soll ein Haus unterstützt werden mit einem jährlichen Zuschuss von 40 000 Euro. Davon zahlt der Bund nur noch 30 000 Euro, den Rest finanziert Land oder Kommune. Laut Bürgermeister Volker Zimmermann ist vorgesehen, diese zusätzlichen Leistungen durch Sponsoren und freiwillige Leistungen anzuwerben, „damit die Finanzierung dauerhaft sicher ist“.

Er kündigte auch ein Gespräch mit Landrat Dr. Reinhard Kubat zu einer Beteiligung des Landkreises am einzigen Mehrgenerationenhaus in Waldeck-Frankenberg an. Klar sei schon heute: „Wir brauchen mehr Engagement der Bürger – eine ganz breite Trägerschaft.“ Die evangelische Kirchengemeinde als Eigentümerin der Immobilie stelle das in 2007 eröffnete MGH mietfrei zur Verfügung. Vier große Themen – freiwilliges Engagement, Bildung, Dienstleistung sowie Alter und Demenz – deckt das Wildunger Haus in vollem Umfang ab.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag,10. Juni

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