Waldeck

Stadt klagt gegen Weserwelle

- Waldeck (r). Die Stadt Waldeck wehrt sich juristisch gegen das Ablassen der Edersee-Welle für das Lichterfest in Bodenwerder. Waldeck. Das gab Bürgermeister Jörg Feldmann gestern in einer Pressemitteilung bekannt.

„Das über viele Jahre aufgebaute Vertrauen, die geführten Gespräche und Zusagen scheinen beim zuständigen Bewirtschafter der Edertalsperre nicht mit dem notwendigen Nachdruck angekommen zu sein“, heißt es in der Mitteilung.

Selbstverständlich, so macht Bürgermeister Jörg Feldmann klar, unterstütze die Stadt Waldeck die Proteste und Aktionen der Region gegen das Ablassen des Ederseewassers zugunsten eines Lichterfestes in Bodenwerder. „Wie es so schön heißt, ist aber irgendwann der Punkt erreicht, wo das Fass überläuft“ fügt er hinzu. Nach Ansicht des Magistrates der Stadt Waldeck sei dieser Punkt spätestens jetzt erreicht.

In seiner Sitzung vom vergangenen Dienstagabend habe der Magistrat der Stadt Waldeck deshalb entschieden, juristisch „gegen diesen willkürlichen Akt vorzugehen“. Bürgermeister Feldmann hat mit Unterstützung einer Anwaltskanzlei aus Korbach einen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung beim Verwaltungsgericht in Kassel eingereicht. Darüber hinaus wurde gleichzeitig dem Wasser- und Schifffahrtsamt in Hannoversch Münden mitgeteilt, dass ein derartiges Verfahren gestartet wurde.

Nach Einschätzung der Stadt Waldeck besteht durchaus die Möglichkeit, dass dieser Einstweiligen Verfügung statt gegeben wird, so dass ein weiteres Absenken des Wasserstandes im Edersee „nur wegen eines Lichterfestes an der Weser“ gestoppt werden könnte. Selbst wenn das Gericht zu einer anderen Auffassung komme und die Stadt Waldeck auch nicht gegen die Interessen in Bodenwerder arbeiten wolle, sei es trotzedem notwendig, den vielen Beschlüssen, Bekundungen und öffentlichen Verlautbarungen Taten folgen zu lassen.

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