Bad Wildungen

Stadt steigt aus der WiN-GmbH aus

- Bad Wildungen (su). Die Stadt steigt zum Ende des kommenden Jahres aus der Wirtschaftsförderungsgesellschaft aus. Damit steht die WiN GmbH de facto vor der Auflösung, weil die Stadt sie zu über 90 Prozent finanziert. Eine große Ampelkoalition im Parlament hat diesen Beschluss am Montagabend gefasst.

SPD, FDP, Grüne und Linke segneten einen entsprechenden Vorschlag des Magistrats mit ihren 17 Stimmen ab. 15 Abgeordnete von CDU und FWG votierten bei einer Enthaltung dagegen. Eine teilweise sehr emotional ausgetragene Debatte war vorausgegangen. Wortgefecht reihte sich an Wortgefecht, wobei sich ein Trend in der Amtszeit von Volker Zimmermann fortsetzte: Fest gefügte Bündnisse gibt es nicht, die Akteure überraschen mit stets sich wandelnden Konstellationen. Als Kontrahenten standen sich dieses Mal gegenüber: auf der einen Seite der Bürgermeister, begleitet von der bedingungslosen Schützenhilfe seitens der SPD und der FDP, mit kleineren Abstrichen auch seitens der Grünen. Auf der anderen Seite positionierte sich die CDU, die auf einer Linie liegt mit Wirtschaftsförderin Sabine Lauffer und mit der Aktionsgemeinschaft Wildunger Wirtschaftsförderung (AWWiN), am Rednerpult vertreten durch den Vorsitzenden Dirk Wöhler. Sabine Lauffer stellte sich in ihrem Redebeitrag passagenweise offen gegen die Haltung des Bürgermeisters. Damit widersprach sie öffentlich quasi ihrem Dienstherrn, denn die WiN GmbH ist mehrheitlich und das Stadtmarketing zu 100 Prozent eine Tochter der Stadt Bad Wildungen. Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Mittwoch, 7. Juli 2010.

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