„Startheater“: Felix Krull überzeugt

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- Bad Wildungen (szl). Friedrich Witte gibt die liebenswerte, smarte Titelfigur in der Aufführung des Thomas-Mann-Romans „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, die im Rahmen der Reihe „Startheater“ über die Wandelhallen-Bühne ging.

Katja Wolff hat das Stück für das Euro-Studio Landgraf dramatisiert. Sie hat sich recht dicht an die Romanvorlage gehalten und eine Menge Bühnengags und Songs in das Stück eingebracht. Dabei gerieten ihr zuweilen Figuren zu Karikaturen, die der Gefahr, die Grenzen zur Klamotte zu überschreiten, oft nicht widerstanden. Gleich zu Anfang des Stückes knallten heftig die Champagnerkorken im Hause des rheinischen Schaumweinfabrikanten Krull. Hier begann dann auch Sohn Felix „in seiner Seele nach Jugendeindrücken zu forschen“ und die Forschungsergebnisse zu erzählen.

Die Erzählungen wurden durch gespielte Episoden dargestellt: die enttäuschende private Begegnung mit dem auf der Bühne großartig wirkenden Sänger Müller-Rosé – ein Schlüsselerlebnis für den jungen Felix; offenbar gilt nicht nur am Theater „mehr Schein als Sein“ – so wird von Thomas Mann der Hochstapler in der Nähe von Künstlern gesehen. Gemeinsam mit dem mit großem komödiantischen Talent agierenden Erzähler Friedrich Witte als Felix Krull spielen Astrid Strasburger, Michael Nowack, Carmen Bedtker, Wolfgang Grindelmann, Hannes Ducke und Markus Friedmann, in Doppel- und Dreifachrollen ziehen sie alle Register ihres schauspielerischen Könnens.

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