Gellershausen feierte seine 65. Kirmes

Taufe im Brühtrog mit kaltem Bier

Gellershausen - Kirmesvater Bastian Abraham führte mit seinen Ehrendamen Mareike Schneider und Vanessa Hecker den Kirmes-Festumzug durch den Edertaler Ortsteil an.

„Kirmes 1950“ steht auf der Fahne, die er stolz durch die Straßen trug. All seine Vorgänger haben sich auf der Fahnenstange verewigt, und waren traditionell im „Papa-Mobil“ mit Kirmeshemd und neuem Hut vertreten. Mit einem „Danke-Wagen“ lobte der Bürgerverein die tatkräftige Hilfe der Kirmesburschen. „Der Bürgerverein möchte Danke sagen, die Kirmesburschen kann man immer fragen“ stand groß zu lesen und die ehemaligen Ehrendamen warben um die Gunst des Bachelors. Jugendfeuerwehr, Frankenauer Blaskapelle und Wagen von befreundeten Burschenschaften und Gemeinschaften vervollständigten den bunten Festumzug. Begonnen hatte das Fest bereits am Freitag zu den Klängen der „Mitanos“. Der Samstag stand im Zeichen der Musik. Von Haus zu Haus wurden Ständchen gespielt, und am Abend sorgte die Band Rio-Live für Stimmung im Zelt. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst und dem traditionellen Katerfrühstück der Altkirmesväter. Nach dem Festumzug genossen die Besucher Kuchen und Blasmusik und wurden Zeugen einer Premiere. Lukas Germeroth wurde zum Kirmesvater 2016 gewählt, und weil er aus beruflichen Gründen am nächsten Tag nicht zur Verfügung stand, wurde er bereits am Sonntag im Brühtrog getauft. „Hauptsache er ist zur nächsten Kirmes nicht auf Montage“ schmunzelte ein Altkirmesvater und freute sich über den gelungenen Fortbestand der 65-jährigen Kirmestradition. Mit geräucherten Forellen und Rührei startete der letzte Festtag, bevor die Deliverance-Band zur Hütten-Gaudi aufspielte. In Dirndl und Lederhose feierten die Besucher bis tief in die Nacht und bescherten den Kirmesburschen einen Abschied mit musikalischer Zugabe.Im nächsten Jahr steht das nächste große Jubiläum an: Zum 50. Mal wird Kirmes im Festzelt gefeiert, und auch das Katerfrühstück der Altkirmesväter findet seit dieser Zeit statt. „Da geht’s wieder rund“ freut sich Abraham und dankte allen Helfern für den Beweis, das die Kirmestradition in Gellershausen erfolgreich fortgeführt wird.(tin)

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