Fischerfest am Rehbach

Team der Segelschule ungeschlagen

Edertal/Rehbach - „Der ist doch festgeklebt, das kann doch nicht sein“, äußerte sich ein Zuschauer mit Blick auf Michael Happich. Der überstand das Finale des Wettkampfs im Fischer­stechen als einziger Lanzenstecher trocken.Von Andrea pauly

Das Fischerstechen auf dem Edersee war einer der Höhepunkte beim diesjährigen Fischerfest am Rehbach. Nach der Qualifikation am Samstag und einem weiteren Vorrundenspiel traten am Sonntagvormittag insgesamt sechs Mannschaften im Finale gegeneinander an. Bei den Teilnehmern handelte es sich etwa zu gleichen Teilen um Gäste und Einheimische. Der Wanderpokal bleibt für ein weiteres Jahr an seinem angestammten Platz: Das TeamI der Segelschule bleibt ungeschlagen. Michael Happich an der Lanze, Ruderer Pascal Schäfer und Gegengewicht Meike Hennig setzten sich gegen die anderen Teams souverän durch. Sie erhielten als Preis eine Magnum-Flasche Champagner. Im Finale traten jeweils zwei Mannschaften gegeneinander an. Von der Spitze einer Planke, die an einem Ruderboot befestigt ist, mussten die Kontrahenten sich gegenseitig mit „Lanzen“ herunterstoßen. Dabei waren Angriffe auf Arme, Beine und Rumpf erlaubt, um den Gegenspieler aus dem Gleichgewicht – und damit ins Wasser – zu bringen. Sieger jeder Runde war, wer seinen Gegner zuerst zweimal ins Wasser beförderte. Für einen besonderen Hingucker sorgte Jessica Zeiger: Sie absolvierte die erste Runde in hochhackigen Pumps und hatte damit ihrem Team „Futterkrippe“ einen Sonderpunkt gesichert. Der rettete ihre Mannschaft allerdings nicht. In einem Familienduell trat sie gegen ihren Vater und die „Bösen Babbas“ an – und landete prompt im Wasser. Von Steg und Ufer aus bejubelten zahlreiche Zuschauer die Sieger und applaudierten für gelungene Ausweichmanöver, knappe Balanceakte und erfolgreiche Angriffe. Den zweiten Platz erkämpften sich die „Bösen Babbas“ Peter Zeiger, Jürgen Klich und Michael Trzebiatowski; Dritte wurde das Team „die Schlümpfe“ mit Finn Adam, Jonah Dietrich und Mike Aschenbrand. Für Stimmung auf dem Land sorgten „Papa Belas Dixie Kings“ beim Jazzfrühschoppen. Sie spielten im Rahmen des Edertaler Kultursommers beim Fischerfest. Sie boten mit Banjo, Kontrabass, Trompete, Klarinette und Schlagzeug für passende Musik.Je mehr Sonne sich am Himmel zeigte, desto voller wurden auch die Tische und Bänke rund um Grillbuden und Getränkestände. Zahlreiche Besucher nutzten den Jazzfrühschoppen und das Fischerfest als Ziel einer Radtour. Am Samstag hatte das Fest der Anlieger am Rehbach mit einer Regatta am Nachmittag und Live-Musik am Abend begonnen.

Von Andrea Pauly

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