Bad Wildungen

Tierschau ein Publikumsmagnet

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- Bad Wildungen (jm). Das größte Bad Wildunger Volksfest, der Viehmarkt, hatte beim Auftakt Wetterglück: Statt angekündigtem Regen lockten teils Sonnenschein und milde Temperaturen wahre Besuchermassen zu den Programmknüllern „Heiliger Abend“ und Bezirkstierschau.

Ideale Bedingungen für Mensch und Tier bei der gestrigen wiederum prachtvollen Tierparade. Sie war, so Schauleiterin Ute Ermentraudt vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Korbach (LLH), „sehr gut besucht, insbesondere von Laien“. Tatsächlich: Wie in der Kurstadt üblich, zogen die Wildunger am Donnerstagvormittag mit „Kind und Kegel“ zu den Auftriebsrängen. Die Schauleiterin lobte eine durch die Bank gute Qualität bei den verschiedenen Tierarten sowie eine „außergewöhnliche Rassenvielfalt“.

Noch mehr Vierbeiner als in den vergangenen Jahren wurden den kritischen Augen der Preisrichter präsentiert, wobei Groß- und Kleinpferde den Löwenanteil stellten. Kühe und Rinder sind seit einigen Jahren nicht mehr im Wettbewerb, dafür sprangen teilweise exotisch anzuschauende Fleischrinder in die Bresche „zur Demonstration“. Sie tragen illustre Namen wie Pustertaler Sprinzen, Zwergzebu oder Highland Cattle, Angus und White Galloway. Alle zeichnen sich aus durch ihre Robustheit sowie Genügsamkeit.

Eine Augenweide war eine zottelige Riesenesel-Familie aus der Gemeinde Burgwald, vorgestellt von der Familie Schlichterle. Weiter „im Angebot“: Ziegen und Schafe diverser Rassen. Unter den Besucherscharen waren viele Fachleute, die kräftig fachsimpelten („leichtfüßige, raumgreifende Hinterhand“).

Die Zahl der präsentierten Tiere war so hoch, dass die Richter kaum mit ihrer Arbeit nachkamen. Das abschließende „Siegerbild“ mit den besten Tieren fand mit erheblicher Verspätung statt. Das Publikum zeigte sich davon unbeeindruckt, die überwiegende Mehrheit harrte bis zum Schluss aus.

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