Stadtverordnetenvorsteher und Fraktionsvorsitzende von SPD und CDU wissen sich mit Blick auf den Bürgermeister keinen Rat mehr

Tischtuch zwischen großen Fraktionen und Bürgermeister zerschnitten

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Das Haus Oestreich ist eines der Themen, über das sich der Bürgermeister und vor allem die beiden großen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung zerstritten haben.

Wie soll das weitergehen nach der Kommunalwahl, da ein Haufen Arbeit auf die neue Stadtverordnetenversammlung wartet mit dicken Brocken á la Heloponte oder Kurhaus? Das Tischtuch zwischen der Verwaltungsspitze und den beiden großen Stadtverordnetenfraktionen ist endgültig zerschnitten.

Das zeigt sich überdeutlich an den Reaktionen von Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nawrotzki sowie der Fraktionsvorsitzenden Oliver Syring (CDU) und Walter Mombrei (SPD) auf die Kommentare des Bürgermeisters und seines Stellvertreters zum Akteneinsichtsausschuss Haus Oestreich vom Samstag (weiterer Artikel unten). „Er kann nicht mit politischen Niederlagen umgehen. Politische Kritik nimmt er persönlich, obwohl sie zum normalen Wettstreit gehört“, sagt Syring über den Bürgermeister. „Wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft, macht der Bürgermeister zu“ Walter Mombrei „Wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft, macht er zu“, fügt Mombrei hinzu. Unbestritten seien Zimmermanns Verdienste etwa bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise, aber bei stadtpolitisch umstrittenen Themen wie dem Grundstück Brunnenallee 1/Nationalparkverwaltung, der Itzelstraße oder dem Kurhaus verweigere der Bürgermeister jedes Kompromissangebot. Auch deshalb seien die Stadtverordneten völlig schuldlos am Debakel mit dem Verkauf des Hauses Oestreich. (su)

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