Chörchen holt sich für sein Adventskonzert Jazz und Pop aus Frankenberg ins Haus

Tochter Zion mit Rudolf Reindeer

Kleinern - Kaum waren die letzten Töne des Abschiedsliedes „Der Herr segne und behüte dich“ verklungen, da erhoben sich die Besucher des traditionellen Adventskonzertes in der Dorfkirche, applaudierten lange und laut für einen rundum gelungenen, berührenden Abend mit dem „Chörchen“.

Dieses Mal hatte Chorleiterin Karin Bergmann Gäste aus Frankenberg eingeladen, die gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern des Chörchens ein abwechslungsreiches, stimmungsvolles und fröhliches Konzert gestalteten. Zum inzwischen 33. Konzert dieser Art waren die ersten Besucher – wie stets – eine Stunde vor Beginn gekommen. Längst gibt es viele Stammbesucher, die wissen, dass Karin Bergmann mit ihren Sängerinnen, Sängern und Gästen stets aufs Neue Advents- und Weihnachtsmusik auf hohem Niveau präsentiert und den Zuhörern Gelegenheit gibt, bei einem Kanon oder bekannten Chorälen mitzusingen. Neun Sänger des Ensembles begannen mit einem Adventslied aus dem Senegal „Fatio singalalo“, zu dem die Sängerinnen durch die Kirche zum Altarraum schritten und mit einstimmten. Auf dem Programm dann viele weitere Chorwerke der geistlichen Advents- und Weihnachtsliteratur und bekannte Choräle. Wie von dem kleinen, feinen Chor gewohnt und erwartet, begeisterte er bis in die Details der Liedstrukturen hinein durch seine Perfektion, mit auffälliger Sangesfreude, großer Chordisziplin und differenziertem emotionalem Ausdruck. Zum besonderen musikalischen Erlebnis wurde das Konzert durch die Mitwirkung des Frankenberger Gesangsensembles Da Capo unter Leitung von Johannes Tripp und dem Bläserensemble Frankenberg unter Tobias Hahn.

Die Frankenberger brachten mit der rhythmisch flotten Weihnachtsballade „Sie sangen Gloria“ und „Jingle Bells Rock“ frischen, jazzigen Wind in die Kirche, belohnt von spontanem Beifall. Mitreißend ihr Spiritual „Go, tell it on the mountain“, der amerikanische Weihnachts-Hit von „Rudolf, the red-nosed Reindeer“ und die rasante „Petersburger Schlittenfahrt“, alles dargeboten in perfektem, dynamischem Spiel. Schön anzuhören waren die Chor-Dialoge in „O Heiland, reiß den Himmel auf“, und eine besondere Freude für die Zuhörer war es, wenn alle Mitwirkenden gemeinsam sangen und musizierten. Hier liefen Sängerinnen und Sänger, Bläser und Organist (Karl Schöneweiß) zur Hochform auf und schafften es, eine ebenso stimmungsvoll-nachdenkliche wie heiter-fröhliche Weihnachtsstimmung zu vermitteln. Pfarrerin Romy Rimbach las begleitend Psalme, die Weihnachtsgeschichte und die Erzählung von einem kleinen Engel, der nicht in den Gesang vom „Frieden auf Erden“ einstimmen wollte, weil das Lied seinen Überzeugungen entgegenstand. In die von ihnen erklatschte Zugabe „Tochter Zion – freue dich“ stimmten die Besucher selbst mit ein.

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