Erste Sitzung der Jecken in Waldeck

Toller Tag im Waldecker Bürgerhaus – Bildergalerie

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Waldeck - „Waldeck helau“ ohne Ende, jede Menge Raketen, Gereimt- wie Ungereimtheiten zum herzhaften Lachen, ein Feuerwerk mitreißender Tanz-Choreografien und pure Lebensfreude auf der Bühne.

Das war die erste der beiden großen Sitzungen der Karnevalsgesellschaft MGV-TSV Waldeck am Samstagabend im Bürgerhaus, nach der Proklamation an der Spitze mit den beiden neuen Monarchenpaaren Uwe I. und Uschi I. Neuschäfer sowie Arne I. (Kuswa) und Nele I. (Köhler). „Ein solche Qualität der Garden findet man sonst nur in den Hochburgen des Karnevals“, meinte Präsident Stefan Schaller voller Stolz nach einem der vielumjubelten Auftritte der Großen und der Mittleren Garde, die mit ihren Trainerinnen Claudia Schätz sowie Steffi Broquet und Sarah Heck wieder Begeisterndes fürs Narrenvolk der Bergstadt einstudiert haben. Topaktuell der Showtanz der Mittleren Garde im Gangnam Style mit Marvin Broquet als quicklebendigem Abbild des Internet- und Chart-Shooting-Stars aus Fernost, umjubelt der zweite Auftritt „Sexy Lady“. Fantasievoll, gekonnt und zum Träumen aufgelegt zeigte sich die Große Garde bei ihrem Ausflug in die farbenfrohe Welt unter Wasser, bevor sie zum Höhepunkt und Abschluss des Abends Boxen zum Tanzthema im „Final Countdown“ machte und der Saal sie mit stehenden Ovationen feierte. Tosenden Applaus und Zugaberufe erntete auch die Premiere der „Dringer Prinzengarde“. Eigentlich wollte der gesamte KC Dringe sich ein Herz fassen und auf die Bühne treten, doch am Ende fand allein Präsident Wolrad Schäfer den Mut, baute sich zwei Freunde und legte solo einen flotten Männerballett-Dreier aufs Parkett zu einem Medley von Michael Jackson und den Village People. Nicht minder brachten die Zarten Tauben den Saal zum Kochen, die mit ihrem siebten Auftritt längst zu den Stammgästen unter den Aktiven zählen. Alles Neuschäfer lautete die Parole dagegen in der Bütt. Nachdem er gemeinsam mit Ehefrau Uschi I. als Uwe I. offiziell den Waldecker Jeckenthron bestiegen und von Bürgermeister Jörg Feldmann bis Aschermittwoch den Rathausschlüssel ausgehändigt erhalten hatte, legte der Regent und „OV“ seine hoheitliche Kappe kurzzeitig ab, um sie zum vierten Mal gegen die Krone des „Burger-King“ einzutauschen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen von Absurditäten – „Zwei fuhren mit dem Auto aufs Eis, mal ehrlich, was soll der Sch…?“ – bis hin zu Ärgernissen – Kanalbau in Waldeck – die mit einem Lachen in der fünften Jahreszeit abschließend verdaut werden. Zum 14. Mal am jecken Rednerpult sicherte sich Kai Uwe Neuschäfer als Überraschungsgast „Kalli von der Südtribüne“ die Lacher und die Sympathien des bestens unterhaltenen Publikums. Suse Dietrich und Kathi Germeroth bewiesen als Fritzchen und Ilse, dass auch Damen treffsicher die dank Brüderle wieder in Mode kommenden Herrenwitze zur allgemeinen Heiterkeit beisteuern können. Angela Ferkel (Michael Jäckel) und Peer Schweinstück (Carsten „Rubbel“ Herzog) stritten sich, moderiert von „Frau Sittsam“ Ecki Laabs, über die politische Groß- und Kleinwetterlage mit speziellem Blick auf den vergangenen, Waldecker Bürgermeisterwahlkampf. Hand und Fuß hatte der Auftritt der „Deletantischen Tauben“, die als „Zarte Tauben“ zwar nicht mehr genug Kondition haben, das aber durch Einfallsreichtum und gelungene Choreografie ihre Puppentheaters ausglichen und ihr Publikum verzückten. Das Sahnehäubchen auf den gelungenen Abend setzten Überraschungsehrungen im Dreisprung. Walter Voigt und Horst Köhler wurden als „Männer der ersten Stunde“ ausgezeichnet, die an vorderster Front die 2000 aus den Vereinen MGV und TSV hervorgegangene eigenständige Karnevalsgesellschaft erfolgreich machten. Köhler war Kassierer und ist seit 2007 stellvertretender Vorsitzender und Vizepräsident. Voigt war der erste Präsident und ist Ehrenpräsident, gehört dem Elferrat seit 1983 an und bescherte auf der Bühne dem Jeckenvolk unvergessliche Momente, sei es mit der Henry-Maske- als auch mit der Bauchtanznummer.Völlig perplex war Irmgard Lehmann, die Mutter der aktuellen Prinzessin und Schwiegermutter des Prinzen-OV-Burger-King, als sie auf die Bühne gebeten wurden, um einen Orden als „Queen Mum“ verleiht zu bekommen, denn drei Ordensträgern der Gesellschaft schenkte sie das Leben und das grüne Licht für die närrischen Posten, betonte Präsident Schaller. (su)

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