Mehr Gäste und mehr Übernachtungen in ersten fünf Monaten des Jahres

Tourismus brummt im Bäderzentrum

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Bad Wildungen - Bei den Übernachtungsgästen ist das Bäderzentrum weiter im Aufwind. Ein Rekordergebnis im Mai und ein satter Zuwachs an Privatgästen lassen Wildungens „weiße Industrie“ brummen.

Die Beherbergungsstatistik des Hessischen Statistischen Landesamts liegt aktuell für die ersten fünf Monate vor. Für ganz Hessen zeigen sich darin Steigerungen zwischen fünf und sechs Prozent und für das Waldecker Land durchweg erfreuliche Zuwächse von 7,5 Prozent bei den Ankünften und fünf Prozent bei den Übernachtungen.

„Beim Blick in die Tabelle der amtlichen Statistik, die lediglich Betriebe ab zehn Betten erfasst, fallen vor allem einige Orte mit kräftigen zweistelligen Steigerungsraten besonders auf“, analysiert Erster Stadtrat Bart van der Meer. Zu diesen Gewinnern gehört Bad Wildungen.Über 17 Prozent mehr Privatgäste

Allein im Mai beträgt der Zuwachs bei den Gästeanreisen 20,4 Prozent (12 675) und bei den Übernachtungen 5,3 Prozent (130 787). „Damit setzt sich der sehr positive Trend des ersten Quartals nicht nur fort, sondern gewinnt sogar noch deutlich an Fahrt“, kommentiert Ute Kühlewind vom Stadtmarketing. Doch das ist nur eine Monats-Momentaufnahme: Insgesamt wurden von Januar bis Mai im Vergleich zum ebenfalls recht guten Vorjahr neun Prozent mehr Gäste (50 296) und sechs Prozent mehr Übernachtungen (590 296) registriert.Die großen Kliniken seien nach wie vor das Rückgrat der Entwicklung.

Dass die Zahl der Gästeankünfte noch deutlich stärker angestiegen ist als die der Übernachtungen, deute auf weitere erhebliche Zuwächse bei den Privatgästen hin.Um das genauer zu analysieren, nutzt Wildungen parallel die auf Einnahmen aus der Kurtaxe gestützte Statistik. Sie erfasst im Gegensatz zur amtlichen Statistik auch die Kleinbetriebe und zeigt den gleichen erfreulichen Kurvenverlauf. Zusätzlich unterscheidet sie zwischen Privat- und Vertragsgästen der Sozialversicherungsträger.

Die Tabelle zeigt allein für Mai ein Plus von 17,65 Prozent bei den Anreisen von Privatgästen, bei den Sozialgästen 8,9 Prozent – insgesamt ein Zuwachs von 12,85 Prozent für Wildungen und Reinhardshausen. Die beiden Heilbäder im Vergleich: Für Bad Wildungen wurden von Januar bis Mai 4,59 Prozent mehr Gäste und 4,16 Prozent mehr Übernachtungen gezählt. Reinhardshausen gewann sogar 13,84 mehr Gäste und 4,96 Übernachtungen. Laut Staatsbad-Geschäftsführerin Ute Kühlewind, profitieren davon nicht alle Betriebe gleichermaßen. „Der Trend setzt sich weiter fort, dass Gastgeber, die sich auf Zielgruppen mit Gesundheits-, Kultur- und Naturtourismus eingestellt haben, in der Regel auch Zuwächse erzielen konnten.“

Marktchancen für kleinere Betriebe

Für die kleineren Häuser bestünden enorme Marktchancen, wenn Spezialisierung auf Zielgruppen, Einrichtung der Unterkünfte, Serviceleistungen oder attraktive Angebote optimiert würden. Eine wichtige Rolle spiele auch die Beteiligung an der geplanten „All-Inklusive-Gästekarte“ für das Waldecker Land und die Erlebnisregion Edersee mit vielen Vorteilen für Kunden und Gastgeber.

Die anhaltenden Steigerungen bei den Gäste- und Übernachtungszahlen seien auch ein Indiz dafür, dass die vielfältigen Bad Wildunger Marketingmaßnahmen in Werbung und PR messbare Erfolge brächten. Dem Beispiel der Hotelgruppe Göbel, die eine intensive Werbekampagne betreibe, seien inzwischen viele weitere Betriebe gefolgt. Den Wildunger Gästerekord bezeichnete Kühlewind daher als „erfreuliches Zusammenspiel von touristischen Leistungsträgern, Stadtmarketing, Stadtumbau, Tourist-Informationsstellen und anderen Beteiligten.“

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