Kreuzende Stadtbusse bereiten dem Verkehr zwischen Sparkasse und Alleebeginn dagegen keinen Stress

Transporter verstopfen das Scharnier

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Vor dem Postbereich parkende Transporter beschwören am Montag eine kritische Situation herauf. In dem Moment, als dieses Bild entstand, kommt der Notarztwagen langsam durch. Zuvor hatten sich Busse im Gegenverkehr an den Falschparkern mühsam vorüber arbeiten müssen, konnten den Rettern auf diese Weise nur langsam Platz machen.

Bad Wildungen. - Der erste Wochentag mit normalem Betrieb im neuen Scharnier: Ein Verkehrsproblem wird offenbar.

Die abgesenkten Bordsteine laden Lieferfahrer jeglicher Couleur ein, ihre Transporter vogelfrei in der Übergangszone von Fahrbahn und Gehsteig abzustellen. Warnblinkanlage eingeschaltet und die Parkverbotszone, die vom Haus Brunnenallee 1 bis zur Sparkasse reicht, großzügig ignorierend beschwören sie Unbill herauf für die Stadtbusse, die vom neuen Rendezvous-Halt Richtung obere Brunnenallee abfahren wollen.

Stehen die Transporter an den neu gepflanzten Bäumen unterhalb des Kurschattenbrunnens, nehmen sie den Busfahrern beim Kreuzen der Fahrbahn die Sicht. Stehen sie auf der gegenüberliegenden Seite vor der Post oder den Gastwirtschaften, verstopfen sie die Straße und machen das Rangieren der Busse für deren Fahrer zur Schwerstarbeit.

BKW-Geschäftsführer André Boos hatte bei der Inbetriebnahme des Treffpunkts am vergangenen Freitag angekündigt, „dass wir die Situation beim Kreuzen der Straße beobachten. Wenn sich der restliche Verkehr und die Busse nicht einigen und es zu Verzögerungen kommt, wird oberhalb des Kurschattenbrunnens eine Ampel installiert, damit die Busse flüssig abfahren können.“

Doch das ist nach dem Eindruck der ersten Tage weniger das Problem. Autofahrer, die die Busse sehen, halten häufig, um sie vom Rendezvous auf die andere Straßenseite queren zu lassen. Die falsch parkenden Transporter dagegen behindern nicht allein die Busse. Am Montagmorgen kam der Notarztwagen in Höhe Kurschattenbrunnen trotz eingeschalteten Martinshorns und Blaulichts nicht weiter, weil die Busse an den abgestellten Lieferwagen nicht vorbeikamen.

„Wir haben befürchtet, dass es so kommt“, sagt der Wildunger Ordnungsamtsleiter Martin Segeler auf WLZ-FZ-Anfrage. Seine Kolleginnen und Kollegen kontrollieren verstärkt in dem kritischen Bereich, beobachten die Lage dabei über längere Zeiträume. Wenn das wilde Parken trotzdem anhält, ist die Stadtverwaltung gewappnet. Ordnungs- und Bauamt wollen in diesem Fall „gestalterisch eingreifen“, sagt Segeler. Denkbar wäre, Bänke so aufzustellen, dass auf den lockenden Gehweg-Flächen kein Platz zum Parken mehr bleibt.

Im Vorfeld der Planungen waren bei Bürgerversammlungen Befürchtungen geäußert worden, dass kreuzende Busse Staus auslösen könnten. Danach sieht es bisher nicht aus. Die Transporter sind es, die Stress bereiten.

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