Edersee: Wasserschutzpolizei und DLRG appellieren dringend an die Vernunft

Trügerische Idylle - Eis auf dem See

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- Edersee (su). Die Sonne scheint, das Eis auf dem Edersee glitzert. Wasserschutzpolizei, DLRG und Feuerwehr am Edersee wird dabei allerdings eher mulmig.

Groß könnte die Versuchung für manchen sein, den scheinbar festen Untergrund an deiner einen oder anderen Stelle zu betreten. Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei warnt eindringlich davor, denn der Eindruck täusche: „Der See ist sehr uneinheitlich gefroren. Weil mehr Wasser abläuft als zufließt, senkt sich der Pegel und das Eis bricht in Ufernähe immer wieder.“

Wer sich lange genug an einer Stelle aufhalte, höre die krachenden Geräusche. Strömung unter dem Eis mache Dicke und Tragfähigkeit zusätzlich unkalkulierbar. „Man erkennt das einfach nicht, gerade wenn auch noch Schnee gefallen ist“, warnt Paulus und fügt hinzu: „Bislang sind es zumeist Angler, die trotzdem aufs Eis gehen.“ Einige von ihnen haben derlei Leichtsinn in den vergangenen Jahren mit dem Leben bezahlt.

Ausdrücklich verboten ist das Betreten der vermeintlich gefrorenen Fläche nicht. Dessen ungeachtet kann die Polizei Spaziergänger zwar des Eises verweisen, wenn sie Gefahr im Verzug erkennt, aber in der Praxis sind die langen Uferstrecken und die großen Flächen gar nicht zu kontrollieren.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 11. Februar.

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