Geburtstag der Hundsdorfer Sänger

Über 60 Ständchen zum Geburtstag

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Bad Wildungen-Hundsdorf - 30 Chöre brachten mit einem bunten Liederstrauß ein klingendes Geburtstagsständchen. Der Männergesangverein Hundsdorf richtete zu seinem 135-jährigen Bestehen ein Bezirkssängerfest aus.

Ein Geburtstagsfest der ganz besonderen Art feierte der MGV am Wochenende. Über drei Tage verteilt traten 30 verschiedene Chöre im großen Festzelt auf und gaben den zahlreichen Besuchern einen kleinen Einblick in ihr breites Repertoire.

Der gastgebende Chor unter der Leitung von Markus Schaumburg eröffnete die Veranstaltungen jeweils mit einem zünftigen Einmarsch und dem „Waldecker Sängergruß“. Der Vorsitzende Wilhelm Bock begrüßte an allen Tagen zahlreiche Ehrengäste, darunter Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bruno Mecke und Marco Landau vom Waldecker Sängerbund und Friedemann Tonner vom Sängerbezirk der Walddörfer. Kubat bekam als Dank für seine Schirmherrschaft die Vereinskrawatte überreicht. „Dafür kommt er auch für eventuelle finanzielle Defizite der Veranstaltung auf“, betonte Bock zur Freude des Publikums.

Ernster wurde es, als der Vorsitzende zu Spenden für Erdbebenopfer in Nepal aufforderte. Er war mit seiner Klettergruppe schon mehrfach in dem Land. Anschließend führte Ortsvorsteher Horst Reis durch das Programm. Hintergrundwissen über Lieder und Chöre wechselte sich mit Liedvorträgen ab. Jeder der 30 Chöre hatte zwei Stücke mitgebracht und alle zeigten, wie breit gefächert Chormusik sein kann.

Beifallsstürme für den Konzertchor

Der „Jägerchor“ aus der Oper Freischütz stand neben deutschen Schlagern und internationalem Pop auf dem Programm. Wein- und Schunkellieder wurden vorgetragen und beim MGV Gleichen sorgte der Kriminaltango für einen „erschossenen“ Sänger. „Hin ist hin“ meinte der MGV Kleinern und die Männer aus Waltersbrück ließen den „Hahn von Onkel Giacometo“ lauthals krähen. Besondere Höhepunkte des Wochenendes waren zum einen der Auftritt der Alphornbläser aus Wega und zum anderen der stimmgewaltige Vortrag des MGV Ellershausen. Der mehrfach ausgezeichnete Konzertchor unter der Leitung von Marion Born nutzte die Weite der Bühne, um mit „Benia Calastoria“ das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hinzureißen.

Die Chöre waren aus den Nachbarorten nach Hundsdorf gekommen oder viele Kilometer für das gesangliche Großereignis angereist. „Ein Fest mit guten Freunden, da kommen wir doch gern“ betonte ein weit gereister Sänger trotz strapaziöser Anreise in sichtbar überladenem Auto. Der Vorsitzende der Hundsdorfer Sänger würdigte besonders den Einsatz von rund 100 Helfern. „Ohne die könnten wir so ein Fest gar nicht feiern.“

Die Gastgeber überreichten kleine Geschenke an die einzelnen Chorleiter, und der Landrat sang zum Ende seines Besuchs sein Lieblingslied mit dem Pub­likum. „Geh aus mein Herz“ tönte es durch das Festzelt, bevor die Ellershäuser Männer spontan den stimmungsvollen Schlusspunkt des offiziellen Samstagsprogramms setzten. Alle Chöre und Besucher stimmten stehend in „Das Morgenrot“ ein und sorgten für einen Gänsehautmoment zum Abschluss. Das Original Heuberg-Echo aus dem Allgäu und die Edertaler Musikanten aus Mandern spielten während der drei Tage zünftig auf und machten das Jubiläumskonzert in Hundsdorf damit zu einen rundum gelungenen musikalischen Großereignis. Am Konzert nahmen neben dem MGV Hundsdorf teil:

MGV 1862 Wellen, gemischter Chor Odershausen, MGV 1926 Holzburg, MGV 1920 Bergheim, MGV Halgehausen, gemischter Chor Sebbeterode, MGV Liedertafel 1841 Bad Wildungen, MGV 1891 Densberg, MGV Altenlotheim/Frankenau, MGV 1886 Odershausen, MGV Liedertafel 1871 Altwildungen, MGV 1845 Kleinern, Singkreis Altwildungen, MGV Waltersbrück, gemischter Chor Werkel, MGV 1885 Ellershausen, gemischter Chor Giflitz, MGV Gleichen, Gesangverein Niederurff, MGV Liedertafel 1843 Sachsenhausen, gemischter Chor Harmonie Wega, MGV Battenhausen, MGV Liedertafel 1849 Fritzlar, Kirchenchor Armsfeld/Hundsdorf, Chorvereinigung Geismar 1891, MGV „Freier Sängerchor“ Löhlbach, Singkreis Somplar, Frauenchor „New Voices“ Geismar, gemischter Chor Oberurff/Schiffelborn und die Alphornbläser Harmonie Wega.

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