Edertal, Waldeck und Verkehrsbehörden erörtern Problem am Edersee

Überholverbot soll Raser stoppen

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Auf kurvenreichen Strecken geben Motorradfahrer gerne richtig Gas. Foto: Archiv

Edersee - Stadt Waldeck, Gemeinde Edertal, Verkehrsbehörden und Polizei sagen der „Motorrad-Raserei am Edersee“ den Kampf an.

Nach dem Tod eines 16-jährigen Leichtkraftradfahrers auf der Ederseerandstrasse (WLZ berichtete), brachte der Waldecker Ortsbeirat das viel diskutierte Problem erneut zur Sprache und bat die zuständigen Verkehrsbehörden und die Polizei zu einem Ortstermin an den Edersee.

Bei einer Zusammenkunft mit Vertretern der Gemeinde Edertal und der Stadt Waldeck wurde die Verkehrssicherheit insbesondere für die Motorradfahrer, aber auch alle übrigen Verkehrsteilnehmer erörtert.

Die Beteiligten kamen zu dem Entschluss, dass ein Überholverbot zwischen Waldeck-West und dem Bereich des Terrassenhotels an der Edertalsperre helfen könnte, Unfälle wie den genannten, in Zukunft zu vermeiden. „Für die Missachtung eines Überholverbotes hat der betreffende Fahrzeugführer jedenfalls mit einer empfindlichen Geldstrafe und einem Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg zu rechnen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Vermehrte Kontrollen wurden durch die Polizei zugesagt. „Auch Anzeigen durch Dritte werden verfolgt.“ Unerlaubte Raserei durch Motorradfahrer auf der Ederseerandstraße und der damit verbundene Lärm waren weitere Themen des Ortstermins am Edersee. Die vom Waldecker Ortsbeirat angeregten „Rüttelstreifen“ in der Fahrbahn wurden verworfen, da sie am Edersee leider nicht umsetzbar seien.

Bedauerlich sei es, dass lediglich eine kleine Zahl von Motorradfahrern durch ihr Verhalten eine ganze Gruppe von Verkehrsteilnehmern in Verruf bringe. „Denn die meisten Motorradfahrer, die am Edersee unterwegs sind, halten sich an die Vorgaben und freuen sich an der herrlichen Landschaft und genießen einfach nur ihr Hobby“, sind sich die Beteiligten an dem Ortstermin einig.

Von Conny Höhne

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