Neurologische Klinik Westend in Bad Wildungen wird modernisiert

Umbau für 5,5 Millionen Euro

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Ehrgeiziges Millionenprojekt in der Klinik Westend; von links Tanja Wicker-Carciola, Giuseppe Carciola (Geschäftsführung), Chefarzt Dr. Christoph Bucka, Architekt Volkhard Kurg, Birgit Dammshäuser als stellvertretende Pflegedienstleiterin und Mayk Jäger, stellvertretender Geschäftsführer.

Bad Wildungen - Umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten starteten an der Neurologischen Klinik Westend. Erweiterung der Intensivstation, neue Röntgenanlage mit eigenem Computertomographen und Neugestaltung der Fassade stehen auf der Agenda. Gesamtkosten: rund 5,5 Millionen Euro.

Seit über 20 Jahren werden in der Klinik in der Dr.-Born-Straße schwerstkranke Menschen versorgt. Schwerpunkt ist die intensivmedizinische Versorgung, besonders von beatmungspflichtigen Patienten. Die derzeit 125 Patientenbetten sollen nach erfolgtem Umbau auf 155 aufgestockt werden, kündigten Tanja Wicker-Carciola und Giuseppe Carciola von der Geschäftsführung der Klinik an.

Bis zu 50 neue Arbeitsplätze

„Es gibt seit Jahren einen großen Bedarf, den wir nicht erfüllen können“, sagt Chefarzt Dr. Christoph Bucka. Herzstück der Pläne ist der Aufbau einer 26 Betten umfassenden Intensivstation (bisher zwölf Betten), die sich in zwei Bereiche aufteilt. Mit dem Bau von Einzelzimmern mit Isolationsschleuse wird auf die deutliche Zunahme von Patienten mit mutiresistenten Keimen reagiert. „Alle Bettplätze werden mit modernster Überwachungs- und Beatmungstechnik ausgestattet“, erläutert Mayk Jäger, stellvertretender Geschäftsführer. Auch aktuelle Anforderungen an Arbeitsplatzbeschaffenheit sowie Hygiene seien in den Planungen berücksichtigt worden, ergänzt Birgit Dammshäuser, stellvertretende Pflegedienstleitung.

Das umfangreiche Modernisierungsprogramm wurde mit einem komplett neuen klinischen Labor bereits eingeleitet und wird Zug um Zug fortgeführt. Der gesamte Bereich der Diagnostik wurde verlagert. Aktuell wird die Endoskopieabteilung erweitert. Ende des Jahres sollen eine neue Röntgenanlage und ein mobiles Röntgengerät für die Intensivstation zur Verfügung stehen. Im Frühjahr erhält die Klinik einen eigenen Computertomographen.

Auch die Fassade des Gebäudes zur Dr.-Born-Straße wird umgestaltet. Die alte Ladenzeile wird abgerissen. Dort entstehen ein Konferenzsaal und ein umgestalteter Eingang, skizziert Architekt Volkhard Kurg die Pläne.

„Durch diese Investitionen wird der Standort Bad Wildungen deutlich gestärkt, und die Arbeitsplätze von über 400 Menschen werden langfristig gesichert“, sagte Wicker-Carciola. Anhand der zusätzlichen Kapazitäten wird mit steigenden Zuweisungen von Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet gerechnet. Damit entstehen neue Arbeitsplätze. „Etwa 40 bis 50 Kräfte für alle Funktionsbereiche werden benötigt“, kündigt Jäger an.

Klinik Glückauf seit 1999 integriert

Das ehemalige Hotel Westend wurde im Jahr 1992 als Neurologische Klinik Westend eröffnet. Schon bald erforderte der steigende Bedarf eine Erweiterung des Gebäudekomplexes. Durch die Anbindung der ehemaligen Klinik Glückauf wurde die Kapazität an Patientenzimmern und Therapieräumen im Jahr 1999 deutlich erhöht. Seitdem prägt die Brücke zwischen beiden Gebäuden die äußere Architektur des Hauses. Das war das bislang letzte größere Bauprojekt in der Klinikgeschichte.

Von Conny Höhne

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