Broschüre zum Projekt Stadtring/Scharnier skizziert den Wandel

Umbau in Wort und Bild

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Bürgermeister Volker Zimmermann (rechts) und Robert Hilligus vom Stadtbauamt stellten die neue Broschüre vor.Foto: Höhne

Bad Wildungen - Ab 2006 wurden Umbau von Stadtring und Scharnier auf den Weg gebracht, bis auf einige Kleinigkeiten ist das ehrgeizige Projekt inzwischen abgeschlossen. Eine neu aufgelegte Broschüre skizziert den Wandel in der Innenstadt in den acht Jahren in Wort und Bild.

In dem kleinen Heft, das Bürgermeister Volker Zimmermann und Robert Hilligus vom Stadtbauamt vorstellten, wurde der Stadtentwicklungsprozess festgehalten. Auf 20 Seiten wird anhand zahlreicher Bilder dokumentiert, wie Zug um Zug mehr Qualität in der Innenstadt geschaffen wurde. Kurze Verkehrswege statt Einbahnstraßenring, Umsteigemöglichkeiten an der Rendezvous-Haltestelle, Querungshilfen und Schutzstreifen sind willkommene Einrichtungen, um zu Fuß oder mit dem Rad in die Altstadt und in die Brunnenallee zu kommen.

Altstadt und Kurbereich sind zusammengeführt und der durchgängige Flanierbereich „Brunnenmeile“ lädt zum Verweilen sowie Bummeln ein. Wo vor Kurzem noch Autos fuhren, können sich Einheimische und Gäste auf Bänken sonnen und Kindern beim Spielen zusehen.

Teile dieses Prozesses waren auch der Stadtteilpark Alter Friedhof sowie der „Lindentorplatz. Der angelegte Grüngürtel bietet Aufenthaltsqualitäten. Ein „Hingucker“ ist der nördliche Stadteingang bei Tag und bei Nacht. Auch die zwei „Ab in die Mitte!“-Aktionen „Das Scharnier verbindet …!“ im Jahr 2012 und „Brunnenmeile - Das Rendezvous“ im Jahr 2014 gehören zum Projekt.

Geschäftsleute und Bürger haben den Umbauprozess sowie die Aktionen mit enormem ehrenamtlichen Engagement begleitet, sagt Bürgermeister Zimmermann anerkennend. Daher kommen in der Broschüre auch viele engagierte Bad Wildunger zu Wort und schildern ihre Eindrücke zu dem Planungsprozess, den Baustellen und den umgesetzten Projekten.

Gedruckt wurde die Broschüre im Rahmen des Projekts „Ab in die Mitte! - „Rendezvous zu dritt“, in dem Wildungen mit den Nachbarkommunen Edertal und Fritzlar vereint ist, in einer Auflage von 1000 Stück. Einige Exemplare wurden bereits nach Wiesbaden an zuständige Ministerien geschickt, kündigt Hilligus an. „Das Interesse an dem hessischen Modellprojekt ist groß.“

Das rund 7 Millionen Euro teure Gesamtpaket, das mit rund zwei Drittel der Kosten gefördert wurde, ist nahezu abgeschlossen. Laut Hilligus fehlen noch die vor fünf Monaten bestellten Hocker für den Bereich am Kurschattenbrunnen, ein Spielgerät und ein Geländer, außerdem wird die Rinne am Postplatz so bearbeitet, dass sie für Rollstuhlfahrer besser passiert werden kann. Die elektronische Anzeigetafel an der neuen Rendezvous-Bushaltestelle mit Fahrplan- und Wartezeitauskunft kommt erst in 2015.

Die Broschüre liegt im Rathaus, der Tourist-Info sowie örtlichen Geschäften für Interessenten aus und ist auch auf der städtischen Homepage (www.bad-wildungen.de) hinterlegt.

Von Conny Höhne

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