Bad Wildungen: Überflüssige Stadtring-Ampeln versteigert

Verkehrsampel als Gartenzier

Bad Wildungen - Ungewöhnliche Versteigerung am Sonntagnachmittag auf der Brunnenmeile: Unter den Hammer kamen rund 20 Verkehrs- und Fußgängerampeln, die nach der „Verkreiselung“ des Bad Wildunger Stadtrings überflüssig geworden waren.

Die meisten waren noch gut in Schuss, andere bereits defekt, echte Oldies, die 30 und mehr Jahre ihren Blinkdienst an der Wildunger Stadtautobahn versehen hatten.

Schnapsidee oder guter Einfall? Wer könnte in seinem häuslichen Bereich schon etwas mit einer Ampel anfangen?

Bürgermeister Volker Zimmermann höchstpersönlich fungierte als Auktionator, er pries die „hoch attraktive“ Versteigerungsware mit Inbrunst an: „Größtenteils noch funktionsfähig, sehr gut geeignet für die Verkehrsregelung im eigenen Gelände.

Keine Ladenhüter

Eine einmalige Gelegenheit - und der Erlös geht nicht im städtischen Etat unter, sondern wird sozialen Zwecken zugeführt.

Tatsächlich erwiesen sich die ausgemusterten Stadtring-Ampeln keineswegs als Ladenhüter, nach zögerlichem Beginn wuchs das Interesse merklich an. Die Hände gingen hoch zu Geboten in Fünf-Euro-Schritten. Bald schleppte ein Wildunger die erste Ampel mit nach Hause zum Schnäppchenpreis von 20 Euro.

Das zweite Objekt, eine schmucke Fußgängerampel, erbrachte bereits 40 Euro. Die Badestädterin Karin Maikranz ist die erfreute neue Besitzerin: „Die kommt in meinen Gar-ten.“ Und so ging es weiter.

Bilanz: 16 Ampeln konnten abgesetzt werden zum Gesamtversteigerungserlös von immerhin 565 Euro. (jm)

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