Edersee

Vertrag geplatzt: Waldeck schert aus ET aus

- Edersee (höh). Die Verhandlungen der Edersee-Anrainer um den neuen Gesellschaftervertrag für die Edersee Touristic (ET) waren nahezu unter Dach und Fach, da platzt die Bombe: Die Waldecker scheren überraschend aus.

Seit Monaten feilen die Fraktionsvorsitzenden der Parlamente aus Vöhl, Waldeck und Edertal an einem neuen Vertragswerk. Harald Wieck (Edertal), der die Sitzungen moderierte, versteht die Welt nicht mehr. „Am Mittwoch vergangener Woche hatten wir noch eine abschließende Sitzung in Giflitz, da war noch alles klar“, sagte er auf Anfrage. Das sehen die vier dort vertretenen Waldecker Fraktionen CDU, FWG, FDP und Grüne ganz anders. CDU-Chef Reinhard Rausch: „In dem von dem Notar vorgelegten Entwurf haben wir unsere Interessen nicht wieder gefunden.“ Der Wunsch nach einem größeren Entscheidungsgremium sei nicht durchgesetzt worden. Auch in der neuen Gesellschaft bleibe es bei vier Gesellschaftern – drei Bürgermeister und der Vorsitzende der Fördergesellschaft Edersee. Bei Stimmenpatt ist der ET-Geschäftsführer das Zünglein an der Waage. „Dann kriegt unser Bürgermeister von den anderen nach wie vor gesagt, wo es langgeht“, moniert Rausch. Diese Einschätzung teilt auch Eberhard Diebel (FWG). „Der neue Vertrag ändert nichts an unserer ursprünglichen Problemlage.“ Nach Auslegung des Juristen lasse das GmbH-Recht offenbar keine stärkere Einbindung des Beirats zu. „Dann hat der nur Alibifunktion, und das Konstrukt funktioniert so nicht“, ist sich Diebel sicher. Auch Wilhelm Valentin (FDP) hatte sich mehr Demokratie erhofft. In den Entwurf wurden aus seiner Sicht nur kleine, redaktionelle Änderungen eingearbeitet, „aber ansonsten bleibt alles, wie es war“. Und der Beirat sei wie „ein zahnloser Tiger“, weil er keine Beschlüsse fassen kann.“ Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Samstag, 17. Oktober 2009.

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