Bad Wildungen

Verzicht auf Hessentags-Bewerbung

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- Bad Wildungen (su). Die Kurstadt verzichtet darauf, sich um den Hessentag 2013 zu bewerben.

Das hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, wie Bürgermeister Volker Zimmermann in der Stadtverordnetenversammlung bekannt gab. Aus den Reihen der Parlamentarier erhob sich keinerlei Widerspruch gegen diese Entscheidung. Im Gegenteil: breite Zustimmung. Überraschen konnte der Schritt nicht, denn die finanzielle Lage der Kurstadt ist mehr als angespannt, und im Freizeitzentrum Heloponte stehen in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen an. Außerdem beteiligt sich Bad Wildungen im kommenden Jahr in noch nicht näher geschilderter Weise an der Kasseler Dokumenta, fügte der Bürgermeister hinzu.

2013 steht dann die Premiere des Grimm-Märchenfestivals Nordhessen an, in das sich die Kurstadt eng einbindet. Beide Ereignisse wirken für die Touristenstadt Bad Wildungen nachhaltiger als es der Hessentag könnte, ist der gesamte Magistrat nach Worten von Zimmermann überzeugt. Die Entscheidung fiel nach einer ausführlichen Besprechung der Stadtregierung mit dem Hessentagsbeauftragten des Landes Kaletsch. Fragen der Logistik, der Infrastruktur und Finanzierung seien detailliert besprochen worden.

"Hinzu kam, dass uns ein Unternehmer, der seit Langem in die Organisation der Hessentage eingebunden ist, abgeraten hat, ihn auszurichten", ergänzte der Rathauschef. Bad Wildungen fehlten einfach die räumlichen Voraussetzungen. Eine ausreichende Zahl an Parkplätzen fehlt ebenso wie eine geeignete Strecke für den Hessentags-Umzug. Das Land hatte deshalb über 20 Jahre lang den Wildungern schon in der Vergangenheit einen Korb gegeben. Zum Ausgleich hatte die Badestadt seinerzeit den Zuschlag für die Landesgartenschau 2006 erhalten.

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