Bad Wildungen

Waldeckischer Sängertag in Wandelhalle

- Bad Wildungen. Die Lage der Chöre ist schwierig, das handgemachte Singen an sich hat es zunehmend schwer in der heutigen Gesellschaft, betonte Gregor Große Wiesmann, Vorsitzender des Sängerbezirks Edertal am Sonntag beim Sängertag des Waldeckischen Sängerbundes (WSB) in der Wildunger Wandelhalle. Zugleich machte er deutlich, das Singen sei ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Erbes.

Trotz aller Sorgen steht das Chorsingen im Waldeckischen Sängerbund und im Landkreis Waldeck-Frankenberg auf einem breiten Fundament, gab Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer den Delegierten als Mut- und Muntermacher mit auf den Weg: „In keinem anderen Kreis gibt es so viele Sängerinnen und Sänger im Verhältnis zur Einwohnerzahl.“ Hans-Hermann Spitzer, Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes (MSB) mit seinen 42000 Mitglieder in 770 Chören, hieb in dieselbe Kerbe: „Das Klagen über zurückgehende Zahlen und Überalterung bringt uns in der Sache nicht weiter.“ Zwar schrumpfe auch der MSB, „doch es melden sich immer wieder neue, junge Chöre an. Lassen Sie uns optimistisch sein.“ Städte und Dörfer ohne Chöre könne er sich nicht vorstellen. Das geht dem Wildunger Bürgermeister Volker Zimmermann nicht anders: „Durch Texte und Klang erfahren wir eine ganz besondere Stimmung. Die Emotionen, die Ihr Gesang herüberbringt, gehen unter die Haut.“ Harmonie, Frieden und Gemeinschaftsgefühl ließen sich nicht von oben verordnen, sondern müssten von unten wachsen. Der Gesang trage dazu bei. Von Matthias Schuldt Mehr in der WLZ vom 21. März 2011

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