Ab Sonntag ist neue städtische Webseite für Menschen mit Behinderung am Netz

Das Was-ist-wo der barrierefreien Stadt

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Bad Wildungen - Die Stadt schaltet am Sonntag eine neue Webseite frei, die sich speziell an Menschen mit Behinderung richtet: www.badwildungen-barrierefrei.de.

Unter anderem enthält die Seite einen Online-Stadtführer. Er ermöglicht es dem Nutzer, die örtlichen Gegebenheiten über derzeit 364 Objekte abzurufen und sich beispielsweise über Zugänglichkeit, die Bewegungsfläche und Ausstattung von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen zu informieren.

Interessant sind die bereitgestellten Informationen besonders für Menschen mit Behinderung und darüber hinaus für alle anderen, die in Bad Wildungen auf der Suche nach einem Restaurant, einem Museum oder einer Einkaufsmöglichkeit sind. Sie erfahren Adresse, Öffnungszeiten und vieles über unterschiedlichste Service­leistungen der Wildunger Geschäftswelt, um mobilitätseingeschränkten Menschen den Alltag zu erleichtern: durch Lieferservice, Hausbesuche oder Onlineshopping.

Die Seite eröffnet nicht nur die Möglichkeit, sich zum Thema Barrierefreiheit zu informieren. Sie bietet auch Gelegenheit, über einen „Barrieremelder“ auf Hindernisse für Rolli-Fahrer, Rollatornutzer, Seh- oder Hörbehinderte hinzuweisen.

„Die Seite selbst ist allerdings noch nicht barrierefrei“, räumt Sozialamtsleiterin Renate Hinse ein. Dazu müssten die Informationen etwa für Sehbehinderte akustisch abzurufen sein. „Das ist sehr zeit- und kostenaufwendig, aber wir bleiben an dem Thema dran“, verspricht Bürgermeister Volker Zimmermann.

Die Seite entwickelt hat Sandy­ Freudenstein von der Stadtverwaltung. Ein halbes Jahr sammelte sie mit Unterstützung einer Auszubildenden Daten entlang der Brunnenstraße und der Allee. „Dabei stießen wir auf ein sehr positives Echo“, berichtet sie.

Wer Interesse hat, kostenlos im Online-Stadtführer aufgenommen zu werden, dem stehe ein Anmeldeformular zum Download zur Verfügung. „Jeder neue Eintrag soll die Kurstadt ein bisschen barrierefreier machen, denn Barrierefreiheit entsteht nicht nur durch bauliche Maßnahmen, sondern auch durch Information“, meint die junge Noch-Studentin, die im August ihre Diplomarbeit zur Verwaltungsfachwirtin einreicht. Gegenstand ist die neue Webseite. Sandy Freudenstein wertet durch Umfragen aus, wie das Angebot bei den Nutzern ankommt, was gut ist und was sich verbessern lässt.(su)

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