Wellen

Wellener als Pfarrer in Sibirien: Weite Wege bei 35 Grad unter Null

- Edertal-Wellen (szl). Ein Wellener ist Seelsorger in Sibirien: Stefan Wagener arbeitet als Regionalpfarrer in der Republik Chakassien und in der Provinz Süd-Krasnojarsk.

Der Wellener ist mit vier Geschwistern auf dem „Kartoffel-Wagener-Hof“ aufgewachsen. Ende November reist er nach dreimonatigem Heimatbesuch zurück nach Sibirien. Vom drei Flugstunden entfernten Moskau führt ein fünfstündiger Flug bis nach Krasnojarsk in Sibirien, wo ihm noch eine siebenstündige Fahrt mit der Eisenbahn ins sibirische Abakan bevorsteht, das zwischen Kasachstan und der Mongolei liegt – 9000 Kilometer von Wellen entfernt.

Mit ihm reisen seine Ehefrau Elnara, der zweieinhalb Jahre alte Sohn Lukas und die vor wenigen Wochen geborenen Zwillinge Johanna-Elmira und Katharina-Amina. Drei Monate lebte die Familie Wagener in Wellen. Der Geistliche war im Kirchenkreis der Eder als Pfarrer tätig; in dieser Zeit sollten die Zwillinge in Deutschland zur Welt kommen. In Russland ist Wagener seit eineinhalb Jahren Regionalpfarrer des südlichen Zentralsibirien. Bis dahin war es für den Edertaler ein weiter Weg: Nach mittlerer Reife und Tischlerlehre begann er eine Diakonieausbildung in Marburg. „Ich wollte noch einmal über Gott und die Welt nachdenken.“

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Freitag, 23. Oktober 2009.

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