Architektengutachten in der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt

Wiederbelebung des Wildunger Kurhauses in städtischer Regie wäre Finanz-Kraftakt

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Auch die Fensterflächen des Kurhauses müssen den aktuellen Energiesparverordnungen entsprechen.

Bad Wildungen. Jetzt sehen die Stadtverordneten klarer: Eine Wiederinbetriebnahme des Wildunger Kurhauses in städtischer Regie würde knapp 9,5 Millionen Euro kosten.

Das Architekturbüro JSP legte sein Gutachten mit dieser Quintessenz am Montag in der Wandelhalle vor. Die Parlamentarier stellten die Pläne einstimmig vorerst zurück. Grund: Zwei Interessenten bewerben sich um den Kauf des Komplexes. Einer von ihnen hat bereits Geld in die Hand genommen für Planungen, die der Stadt vorliegen. Der zweite will seine Planungen in der laufenden Woche präsentieren, kündigte der Bürgermeister an.

Wertgutachten kommt im Juni

Im Laufe des Juni soll überdies das Wertgutachten fertig werden, das den Mindestkaufpreis festlegt. Die Ergebnisse von JSP zum Investitionsbedarf fließen in dieses Gutachten ein.

Wichtigste Aussagen des Architekturbüros: Die Bausubstanz des Kern-Kurhauses ist völlig intakt. Die Gebäudehülle und die Technik müssen dagegen nach aktuell geltenden Brandschutz- und Energiesparvorschriften aufwändig erneuert werden, weil ein Bestandsschutz wegen des langjährigen Leerstandes nicht mehr greift.

Räume für Stadtmarketing und Musikschule

Lesesaal, altes Therapiezentrum und Badehaus würden abgerissen. Unter städtischer Regie würden das Stadtmarketing in die umgebaute ehemalige Großküche und die umgebaute Bühnengarderobe einziehen, während die kleineren Räume inklusive der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Westteil als neues Domizil der Musikschule dienen würden.

Mehr in der WLZ vom 08.06.2016 

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