Zahlen und Einschätzungen zur Wiederinbetriebnahme im Wildunger Finanzausschuss vorgelegt

Wiedereröffnung der Heloponte-Eisbahn bleibt ein Traum, aber wie sieht´s aus mit einer Leih-Anlage?

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An einem regnerischen Frühlingstag sieht die still gelegte Helo-Eisbahn noch trostloser aus als ohnehin.

Bad Wildungen. Viele Wildunger und Kufenfans aus den Nachbarorten vermissen die Heloponte-Eisbahn. Doch dass sie jemals wieder öffnet, erscheint nach der Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses vom Montag unwahrscheinlicher denn je:

Abgesehen von Klaus Micino (WfW) sprach sich kein Fraktionsvertreter dafür aus, nachdem Heloponte-Betriebsleiter und Stadtkämmerer Günter Gutheil über die Finanzrisiken gesprochen hatte. Konkret konnte der Stadtkämmerer nicht beziffern, was eine Wiederinbetriebnahme kosten würde. Grund: Zu viele unbekannte Variablen der Gleichung lauern in der betagten, maroden Technik und Ausstattung.

Bande und Umkleide noch kleinstes Problem

Die nötige Erneuerung der Bande oder der Umkleiden stellen hier das kleinste Problem dar. Verdichter, Pumpen, Motoren oder Wärmetauscher stehen seit der Schließung 2012 still. Niemand weiß, wie funktionsfähig sie noch sind. Und wie viele der mehrere hundert Meter messenden Kühlrohre unter der Betonfläche würden dem Druck der Kühlflüssigkeit stand halten? Betonfläche, Treppenanlage und Eingangstor sind arg reparaturbedürftig. Von dieser Basis abgesehen fehlt dem Heloponte inzwischen das Personal. Außerdem ist die Betriebserlaubnis mittlerweile erloschen.

77000 Euro für 60 Tage

Klaus Stützle (Grüne) brachte eine andere Idee ins Gespräch: „Eine Leih-Eisbahn von 20 mal 40 Metern mit allem Drum und Dran, die für 60 Tage 77 000 Euro kosten würde.“

Bevor das Parlament eine Entscheidung fällt, erhalten alle Stadtverordneten Gelegenheit zu einer Besichtigung an Ort und Stelle. (rü)

Mehr in der WLZ vom 25.05.2016

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