Höhepunkt des Kram- und Viehmarktes 2013

In Bad Wildungen lebt die Tierschau - Video

+

Bad Wildungen - Eindrucksvoll verteidigte die prachtvolle Bezirkstierschau ihren Ruf als einer der Höhepunkte des Bad Wildunger Kram- und Viehmarkts.

Wie es in der Badestadt guter Brauch ist, strömten am Donnerstag in den Vormittagsstunden Jung und Alt zum Auftriebsgelände links und rechts der Reithalle, gleichermaßen Fachpublikum wie Laien.Diesmal war die Tierparade, zahlenmäßig erneut klar angeführt von der Schar edler großer und kleiner Rösser, „gewürzt“ mit einigen Shownummern. Zunächst setzte sich der Reiterhof Biederbeck (Wellen) mit einer Quadrille von vier Kaltblütern und vier Haflingern in Szene und ernte von den begeisterten Zuschauern lautstarken Applaus. „Schmucke Mäjen auf rassigen Pferden“ war das Motto. Reiterhof-Chef Heinrich Biederbeck trumpfte noch ein zweites Mal auf, als er eine prächtige Vierspännerkutsche, gezogen von kräftigen Kaltblütern und besetzt mit Ehrengästen, gekonnt über den Reitplatz lenkte. Ganz neu im Showprogramm war der Auftritt eines Damenquartetts des berühmten Dillenburger Landgestüts in historischer Reitertracht. Ihre Reitkünste auf kraftstrotzenden Hengsten waren ohne Zweifel ein optischer Leckerbissen.Vor dem Showteil war natürlich das „Richten“ angesagt, zahlreiche Preisrichter übernahmen die Bewertung und versorgten die Zuschauer mit interessanten und locker „rübergebrachten“ Informationen. Ohne Zweifel nur ein im wahrsten Sinn des Wortes kleines von vielen Highlights: Bei der Rasse Mini-Shetland führte eine junge Vorführerin ein hochschwangeres Pony besonders schwungvoll durch den Ring.Schauleiterin Ute Ermentraudt vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) in Korbach war des Lobes voll über die vorgestellte „große Rassenvielfalt“.

Statt angemeldeter 150 Pferde kamen zwar nur etwa 120, jedoch, so Ermentraudt, „war die Qualität sehr gut“. Die Schauleiterin fügte hinzu: „Die Wildunger Tierschau ist insbesondere bei den Pferden sehr stark.“ Dies stellte nicht zuletzt das mit der Tierschau verbundene Fohlenchampionat des Pferdezuchtvereins Waldeck-Eder unter Beweis. Neben Pferden bildete die Präsentation von Fleischrindern einen Schwerpunkt, allerdings nur zur Demonstration.Rassen mit klangvollen Namen wie Galloway, Limousin, Pustertaler Schecken oder Tux-Zillertaler gesellten sich zu Rotem Höhenvieh, Zwergzebus und Milchrassen wie Deutsches Braunvieh und Deutsche Holsteins. Nicht zu vergessen der Kälberaufzucht- und Jungrindervorführwettbewerb, wo Kinder und Jugendliche zeigten, was sie über den Umgang mit Tieren wissen. Weiterhin im bunten Angebot: Schafe und Ziegen sowie Rassekaninchen und Rassegefügel (darüber berichten wir noch). Trotz großer Hitze hielten viele Tierschau-Besucher über etliche Stunden bis zum Schluss aus, das abschließende „Siegerbild“ mit Preisverleihung fand erstmals auf dem Reitplatz statt. Auch Bürgermeister Volker Zimmermann war beeindruckt: „Was für wunderschöne Bilder.“ (jm)

1892162

Kommentare