Empfang im Rathaus zum 80. Geburtstag von Bürgermeister a. D. Dr. Albrecht Lückhoff

Wildungen liegt ihm am Herzen

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Glückwünsche zum 80. Geburtstag für den Wildunger Ehrenbürger: Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nawrotzki (rechts) und Bürgermeister Volker Zimmermann (links) mit „Geburtstagskind“ Dr. Albrecht Lückhoff und Ehefrau Margarete.

Bad Wildungen - Glück- und Segenswünsche im Kreise vieler ehemaliger Weggefährten nahm Bürgermeister a. D. Albrecht Lückhoff entgegen. Zum 80. Geburtstag bereitete die Stadt Bad Wildungen ihrem Ehrenbürger einen Empfang im Rathaus.

Einen Rückblick auf die 24-jährige Amtszeit gab es auf Wunsch des Geburtstagskindes nicht. Dafür aber viele herzliche Wünsche an den beliebten Wildunger.

Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nawrotzki zollte dem Bürgermeister a. D. tiefen Respekt. Von seinem wachen Interesse, strategischer Denkweise und immensem Erfahrungsschatz profitiere die Stadt bis heute. Dr. Lückhoff habe Freude daran, gehört zu werden. „Das ist aber ganz sicher nicht Eitelkeit, sondern das Interesse am Wohlergehen der Stadt, die Ihnen zur Heimat geworden ist.“

Nawrotzki wünschte weiterhin Offenheit für Neues, anregende Gesprächspartner und „dass die Menschen Ihnen gewogen bleiben“. Heloponte, Städtepartnerschaften, Altstadtsanierung, Gästeentwicklung, Gestaltung der Brunnenallee aus der Ära Lückhoff, „das sind alles große Aufgaben, die uns heute wieder beschäftigen“, sagte Bürgermeister Volker Zimmermann.

Viele persönliche Begegnungen mit den Bürgern ließen seinen Vor-Vorgänger im Amt so beliebt werden, bescheinigte der Rathauschef. „Auch die fehlende Farbe an einem städtischen Zaun kann für einen Bürger eine große Angelegenheit sein.“ Als Dank für seinen Einsatz zum Wohl der Badestadt überreichte er an Dr. Lückhoff eine Urkunde und einen alten Stich mit der Ranzengasse.

Einen „Glückwunsch dem Geburtstagskind“ brachte der Gesangverein Germania unter der Leitung von Werner Hauschild seinem langjährigen Ehrenmitglied. Dem kirchlich seit Jahrzehnten engagierten Wildunger bereitete der Chor mit dem stimmungsvollen „Vaterunser“ eine besondere Überraschung. Vorsitzender Wolfgang Groh gratulierte namens der Sänger.

Die Grüße der Kreisgremien überbrachte Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Auch im Namen meines Urgroßvaters im Amt“, deutete er schmunzelnd auf Landrat a. D.Dr. Günter Welteke. Kubat blickte auf die gemeinsame Gründung des Kellerwaldvereins in 1994 zurück - Lückhoff war dessen erster Vorsitzender, Kubat Geschäftsführer.

„Es hat in meinem beruflichen Leben wenig Menschen gegeben, die mir als väterliche Berater so zur Seite gestanden und meinen ganz persönlichen Werdegang auch so nachhaltig geprägt haben“, bekannte der Landrat.

Ehrenamtlich habe sich Lückhoff eingebracht in Lebenshilfe, DRK, Kirche und bei der Gemeinschaft „Freunde Schloss Friedrichstein“. Ohne ihn „wäre Schloss Friedrichstein, so wie es heute steht, nicht denkbar“, versicherte Peter Schultheis, Vorsitzender der Gemeinschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Schloss bis in die 70er-Jahre. Als es mit 4,5 Hektar Grundstück für 400000 Mark verkauft werden sollte, sei auf Initiative Lückhoffs die Aktionsgemeinschaft „Rettet Schloss Friedrichstein“ gegründet worden.

Rettung für Schloss Friedrichstein

Lückhoff sei es zu verdanken, dass das Land Hessen reagierte und elf Millionen Euro in die Sanierung flossen. Von 1980 bis 2001 führte Lückhoff den Verein „Freunde Schloss Friedrichstein“ und ist seither stellvertretender Vorsitzender.

Gerührt zeigte sich der 80-Jährige über den Empfang, an dem viele ehemalige Weggefährten teilnahmen. Unter ihnen auch Lückhoffs Amtsnachfolger Reinhard Grieneisen, frühere Mitarbeiter und der ehemalige Bürgermeister aus der thüringischen Stadt Bad Berka, der die Badestadt nach der Wiedervereinigung Aufbauhilfe leistete.

„Gute Worte und Musik tun immer gut, auch wenn sie, wie heute, etwas Verlegenheit auslösen“, merkte Dr. Albrecht Lückhoff bescheiden an. (höh)

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