Neue Forschungen auf Grundlage von Akten in hessischen Staatsarchiven

Wildunger leisteten im Kleinen Widerstand gegen die Nazis

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Jubelnd wurde Hermann Göring 1933 in Bad Wildungen empfangen, doch nicht alle Menschen in der Kurstadt waren Nazis. Manche zeigten Haltung, spontan und im Alltag. Sie wurden drakonisch bestraft.

Bad Wildungen. Neben bekannten Formen wie der Weißen Rose oder dem Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg gab es viele andere Aktionen des Widerstands gegen das NS-Regime.

Neue Aktenfunde aus hessischen Staatsarchiven belegen, dass dies auch für Bad Wildungen galt. Sie kamen aus der Mitte der Wildunger Gesellschaft und waren von Beruf Selbstständiger, Kaufmann, Sekretärin, Handwerker, Pfarrer oder Arbeiter. Weil sie sich nicht nahtlos in die sogenannte NS-„Volksgemeinschaft“ einfügten, gerieten diese Personen ab 1933 in Konflikt mit der Staatsmacht. (jg)

Mehr in der WLZ vom 18.8.2016

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